Die 46. Sitzung des Al-Baraka-Symposiums für Islamische Wirtschaft beginnt morgen, Montag, unter dem Motto „Der Wohltätigkeits- und Mildtätigkeitssektor in der islamischen Wirtschaft: Auf dem Weg in eine neue Zukunft“. Es findet vom 9. bis 11. Februar 2026 an der Prince-Mugrin-bin-Abdulaziz-Universität – Campus für weibliche Studierende – in Medina statt. Daran teilnehmen wird eine ausgewählte Gruppe von Persönlichkeiten, Führungskräften der Finanzwelt, Gelehrten, Entscheidungsträgern und Vertretern von Finanz- und Entwicklungseinrichtungen aus 18 Ländern weltweit. Dieses intellektuelle und wirtschaftliche Treffen gilt als eines der größten in der Region.
Das Symposium wird von der Prince-Mugrin-bin-Abdulaziz-Universität als gastgebender Partner ausgerichtet, in Partnerschaft mit der Al-Baraka-Gruppe als globaler Partner sowie einer Medienpartnerschaft mit der IQRAA-Plattform. Dies spiegelt die Verzahnung der Rollen zwischen intellektuellen, akademischen und Medieninstitutionen bei der Unterstützung islamisch-wirtschaftlicher Themen und der Stärkung ihrer globalen Präsenz wider.
Aktuelle Wirtschaftsthemen
Das Al-Baraka-Symposium für Islamische Wirtschaft ist eine der bedeutendsten globalen Plattformen für islamische Wirtschaft und eines der ältesten intellektuellen Foren, das über mehr als vier Jahrzehnte zur Entwicklung ihres gedanklichen und angewandten Systems beigetragen hat. Es fördert den konstruktiven Dialog zwischen Gelehrten, Experten und Entscheidungsträgern über aktuelle Wirtschaftsthemen aus einer islamischen Perspektive, die ethische Werte und wirtschaftliche Effizienz in Einklang bringt.
In seiner 46. Sitzung wird das Symposium sechs Hauptsitzungen und mehr als 20 wissenschaftliche und angewandte Themen behandeln. Der Fokus liegt darauf, die zentrale Rolle des Wohltätigkeits- und Mildtätigkeitssektors in der islamischen Wirtschaft hervorzuheben. Dieser Sektor wird als aktive wirtschaftliche Komponente gesehen, die zur Erreichung von Entwicklung, zur Stärkung der sozialen Stabilität und zur Unterstützung wirtschaftlicher Gerechtigkeit durch ihre genuinen Instrumente beiträgt – vor allem Zakat, Waqf, Sadaqah, Qard Hasan (zinsfreier Darlehen) und freiwilliges Engagement.
Es wurde erläutert, dass die 46. Sitzung eine zentrale Phase im Werdegang des Symposiums darstellt, indem sie den Wohltätigkeits- und Mildtätigkeitssektor als genuinen wirtschaftlichen und entwicklungspolitischen Zufluss innerhalb des islamischen Wirtschaftssystems in den Fokus rückt. Dieser sei in der Lage, zur Bewältigung aktueller wirtschaftlicher und sozialer Herausforderungen beizutragen. Die Bedeutung von Investitionen in Innovation und Jugend als zwei Säulen für die Zukunft dieser Wirtschaft wurde hervorgehoben.
Nachhaltige Entwicklung erreichen
Weiter wurde klargestellt, dass das Thema des diesjährigen Symposiums eine strategische Ausrichtung widerspiegelt, diesen Sektor neu zu bewerten – als genuinen wirtschaftlichen Bestandteil innerhalb des islamischen Wirtschaftssystems und nicht nur als ergänzende Aktivität. Das Symposium möchte seine Rolle bei der Erreichung nachhaltiger Entwicklung, der Maximierung sozialer Wirkung und der Stärkung des gemeinnützigen Sektors hervorheben, um effektiv zu den Volkswirtschaften beizutragen.
Das Symposium erörtert Wege, Instrumente der Wohltätigkeit und Mildtätigkeit weiterzuentwickeln und mit Finanzinnovationen zu verknüpfen. Ebenso soll die Rolle islamischer Banken und Finanzinstitutionen gestärkt werden, diese innerhalb schariakonformer Wirtschaftsmodelle einzusetzen. Dies unterstützt die wirtschaftliche Nachhaltigkeit und fördert die Integration zwischen dem Finanz- und dem gemeinnützigen Sektor.
Das Symposium widmet sich zudem besonders der Unterstützung von Innovation, der Stärkung der Jugend und der Förderung von Sozialunternehmertum im Rahmen der islamischen Wirtschaft. Dies geschieht, indem die Rolle moderner Technologien und innovativer Finanzierungsformen bei der Erweiterung der Wirkung wohltätiger und entwicklungspolitischer Arbeit beleuchtet wird und soziale Initiativen in nachhaltige Wirtschaftsprojekte transformiert werden.
Das Symposium umfasst zwei spezialisierte wissenschaftliche Vorträge sowie vier angewandte Workshops. Diese zielen darauf ab, institutionelle Kapazitäten aufzubauen, theoretisches Wissen mit praktischer Anwendung zu verknüpfen und die Kompetenzen von Fachkräften in den Bereichen der islamischen Wirtschaft und Finanzen zu entwickeln.
Unterstützung der Forschung und Kompetenzaufbau
Im Rahmen der Unterstützung wissenschaftlicher Forschung und des Aufbaus junger Kompetenzen beinhaltet das Symposium eine interaktive wissenschaftliche Sitzung mit dem Titel „Brücken zwischen Forschung und Anwendung“. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Saleh-Kamel-Preises für Islamische Wirtschaft und zielt darauf ab, akademische Forschung mit praktischer Anwendung zu verbinden und jungen Forschern Möglichkeiten zu eröffnen.