MANILA — Der mutmaßliche Geldeintreiber von Vizepräsidentin Sara Duterte, Ramil Madriaga, hat Medienberichten zufolge namentlich bestimmte Personen als angeheuerte Auftragskiller benannt.

„Das war von Anfang an eine Option. Tatsächlich hat er bereits einige angeworbene Auftragskiller genannt. Ich denke, das wird in zukünftigen Aussagen noch deutlicher werden; es werden weitere Details ans Licht kommen“, erklärte der Innenminister.

In einer ergänzenden eidesstattlichen Erklärung, die Madriaga während einer Anhörung zum Amtsenthebungsverfahren im Repräsentantenhaus (Ausschuss für Justiz) verlas, enthüllte er einen angeblichen Mordkomplott oder Putschversuch des ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr., falls dieser nicht im Jahr 2025 zurücktreten sollte. Das Lager von Vizepräsidentin Duterte wies dies umgehend zurück.

Laut dem Minister besteht stets eine Bedrohung für das Leben von Präsident Marcos.

„Es besteht immer eine glaubwürdige Bedrohung für den Präsidenten. Diese wird niemals verschwinden, unabhängig davon, ob sie aus jenem Lager oder einem anderen kommt. Der Präsident ist die am stärksten geschützte Person auf den Philippinen, genau aufgrund der Natur seines Amtes“, so der Minister.

Gleichzeitig spielte der Minister die Drohung von Davao Citys Bürgermeister Sebastian Duterte gegen Präsident Marcos herunter.

„Das glaube ich nicht. Nun, einige fühlen sich beleidigt. Aber es ist wirklich Unsinn. Nur Gerede, nur leeres Geschwätz“, stellte der Minister fest.

Der Minister sagte, wenn der jüngere Duterte das Land führen wolle, müsse er sich staatsmännischer verhalten.

Bei der Gründung der Koalition „Reformbündnis für verantwortungsvolle Regierungsführung und Rechenschaftspflicht“ (RAGE) beschuldigte Baste (Spitzname von Sebastian Duterte) die Marcos-Regierung der Korruption.

„Wir brauchen nur einen Kopf. Den Kopf von Bongbong Marcos“, erklärte Baste.