
Tripolis – Der Oberste Justizrat hat erklärt, dass das Eintreten für die Einheit und Unabhängigkeit der Justiz inzwischen eine nationale Pflicht sei. Er bekräftigte sein Festhalten an der Einheit der Institution – dem einzig legitimen Vertreter der Justizorgane.
Dies ging aus einer Erklärung vom Freitag hervor. Darin hieß es, man habe mit großem Bedauern die Vorgänge in der Justiz verfolgt. Besonders Versuche Einzelner, die Einheit und Unabhängigkeit der Justiz zu untergraben, seien zu beobachten. Dabei würden Instrumente genutzt, die sich selbst als Teil der verfassungsrechtlichen Angelegenheiten betrachteten, um den Obersten Justizrat durch einen schädlichen Rat zu ersetzen. Damit sollten Ziele erreicht werden, die nur als engstirnige politische und persönliche Interessen beschrieben werden könnten – auf eine Weise, die sich alle anderen Befugnisse anmaße.
Man fügte hinzu, der Rat habe, um die Einheit der Justiz zu wahren, verantwortungsvoll zu handeln und das höhere Wohl der Nation im Blick, über einen Zeitraum hinweg äußerste Zurückhaltung geübt. Dies geschah angesichts beharrlicher Sturheit von Seiten derer, die diese Ziele verfolgten, um vollendete Tatsachen zu schaffen. Das habe keine andere Folge, als die Institution in einer sensiblen und gefährlichen Phase der Geschichte des Landes zu beschädigen – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, in dem die Nation mehr denn je auf Einheit angewiesen sei.
Der Oberste Justizrat betonte, er bleibe der einzig legitime Vertreter der Justizorgane und werde sein Bekenntnis zur Einheit der Institution und ihrer Mitglieder unter keinem Druck aufgeben. Gleichzeitig werde man Entscheidungen anderer ignorieren und sich nicht jenen beugen, die entschlossen seien, die Einheit der Justiz mit nichtigen Beschlüssen zu gefährden. Man wies darauf hin, dass die Geschichte die klaren, ehrenhaften Positionen aller Mitglieder der Justizorgane für die Einheit ihrer Institution festhalte und ihr Bewusstsein für diejenigen, die sie spalten wollten. Der Rat werde in seinem Festhalten an der Einheit der standhaften Institution keine Kompromisse machen.
