Mehrere Hundert Anwohner sowie Dutzende Vertreter der Jugendvereinigung Serdang Bedagai (Sergai) haben vor dem Gemeindebüro von Kota Galuh im Bezirk Perbaungan, Sergai, Nordsumatra, protestiert.
Auslöser der Aktion sind Vorwürfe der Veruntreuung von Mitteln aus dem Dorfhaushalt 2024 in Höhe von 434 Millionen Indonesischen Rupien (ca. 25.000 Euro), in die der Dorfvorsteher von Kota Galuh verwickelt sein soll.
In ihren Reden forderten die Demonstranten den sofortigen Rücktritt des Dorfvorstehers. Die Protestkundgebung fand unter Begleitung von Beamten der Polizei von Sergai statt, die für einen sicheren und geordneten Ablauf sorgten.
Nach einer längeren Redephase traf der Dorfvorsteher schließlich mit der Menschenmenge zusammen und gab persönlich Stellungnahmen ab.
Der Koordinator des Protests übermittelte mindestens sechs Forderungen, darunter den Rücktritt des Dorfvorstehers, die Rückerstattung der staatlichen Verluste sowie eine öffentliche Klarstellung.
„Wir werden eine zweite Protestwelle zum Inspektorat von Sergai starten, falls diese Forderungen ignoriert werden. Wir verlangen nicht nur die Rückzahlung der Gelder, sondern auch die Amtsenthebung“, erklärte der Koordinator nachdrücklich.
Es wurde hinzugefügt, dass die Aktion friedlich verlief, die Gruppe kooperativ blieb und man hoffe, dass die Dorfverwaltung bei der Lösung des Problems transparent vorgehe.
Der Dorfvorsteher von Kota Galuh erklärte daraufhin, er respektiere die Aktion der Bürger als Form der sozialen Kontrolle.
„Das ist eine Mahnung für uns. Wir bekennen uns zur Unschuldsvermutung und bleiben kooperativ im laufenden Verfahren beim Inspektorat und der Korruptionsbekämpfungseinheit der Polizei von Sergai“, sagte er.
Er erwähnte auch, dass seine Seite nach Ausstellung des Prüfberichts noch 60 Tage Zeit habe, die Angelegenheit zu klären.
„Wir werden diese Verantwortung gemäß den geltenden Vorschriften übernehmen“, schloss er.
Bereits zuvor hatte der Leiter des Inspektorats des Bezirks Sergai mitgeteilt, dass die Prüfungsergebnisse staatliche Verluste in Höhe von 434 Millionen Rupien bei der Verwendung der Dorfmittel von Kota Galuh für 2024 ergeben hätten.
„Es wurde festgestellt, dass Investitionsausgaben nicht getätigt und bauliche Maßnahmen nicht realisiert wurden, obwohl die dafür vorgesehenen Budgets bereits verwendet worden waren“, erläuterte er.
Bis zum Ende des Protests blieb die Lage vor Ort unter Aufsicht der Beamten der Polizei von Sergai und des Polizeikommissariats Perbaungan sicher und geordnet.