Die Rolle junger Menschen als Triebkraft der Stadtwirtschaft hat sich erneut bewiesen. 70 junge Unternehmer aus dem Lebensmittelsektor in Bandung haben gemeinsam einen Umsatz von umgerechnet 6,71 Milliarden Indonesischen Rupiah (IDR) erzielt. Dies gelang im Rahmen des Programms „Nurturing Urban Resilience through Unifying Resources and Education“ (NURTURE), das von Dezember 2024 bis Juli 2025 lief. Dieser Erfolg wurde beim „Food Youth Preneur Day“ (#FYPday) im Pendopo von Bandung bekannt gegeben.

Das NURTURE-Programm ist Teil der globalen Initiative „Urban Futures“. Es wurde entwickelt, um ein inklusives, anpassungsfähiges und klimaresistentes städtisches Lebensmittelökosystem aufzubauen, indem aktiv junge Menschen im Alter von 18 bis 33 Jahren einbezogen werden.

Trotz ihrer großen Kreativität sehen sich die meisten Jungunternehmer mit klassischen Hindernissen konfrontiert: schwache Finanzbuchhaltung, begrenzte Geschäftsplanung und eine nicht optimale Nutzung digitaler Kanäle. Dies erschwert es den Unternehmen, im harten Wettbewerb und angesichts sich schnell ändernder Konsumgewohnheiten in der Stadt zu überleben.

NURTURE begegnet diesen Herausforderungen mit Business-Training, intensivem Mentoring, dem Einsatz digitaler Technologien für die Geschäftsentwicklung und kontinuierlicher Unternehmensberatung.

Ein Teilnehmer, Hariyanto, Inhaber von Paskaw Hidroponik, berichtete von deutlichen Verbesserungen nach seiner Teilnahme am Programm. Sein Geschäftsumsatz verdoppelte sich beinahe – von 6 Millionen IDR auf 11,8 Millionen IDR pro Monat. Grund dafür waren eine strukturierte Finanzbuchhaltung, effektives Digital Marketing und ein wachsendes Netzwerk.

Der Bürgermeister von Bandung, Muhammad Farhan, betonte, wie entscheidend die Beteiligung junger Menschen für den Aufbau eines resilienten städtischen Lebensmittelsystems ist.

„Sie beweisen sich als Wegbereiter des Wandels. Mit der richtigen Unterstützung können lokale Lebensmittelunternehmen wachsen und gleichzeitig den Gemeinden den Zugang zu gesunden, erschwinglichen und nachhaltigen Lebensmitteln erleichtern“, so Farhan.

Tunggal Pawestri, Geschäftsführerin von Humanis, beschrieb Bandung als kreative Stadt mit einem dynamischen Ökosystem für junge Menschen.

„Städtische Räume sind Labore für Lebensmittelinnovation. Von digitaler Technologie bis hin zu effizienter lokaler Lebensmittelverteilung – die Kreativität von Bandungs Jungunternehmern kann gesunde und umweltfreundliche Lösungen für die Ernährung liefern“, sagte Tunggal Pawestri.

Die Veranstaltung #FYPday dient als Plattform, um junge Unternehmer zu würdigen und sie mit Regierungsvertretern, der Privatwirtschaft und anderen Akteuren zu vernetzen.

Die Bedeutung sektorübergreifender Zusammenarbeit wurde ebenfalls hervorgehoben.

„Ernährungsresilienz erfordert das Engagement aller Beteiligten. Wir wollen den Spirit der Jungunternehmer mit der Unterstützung verschiedener Interessengruppen verbinden, um das städtische Lebensmittelökosystem zu stärken“, hieß es.

Die Programme NURTURE und Urban Futures in Bandung gelten als erfolgreich, da sie die Ernährungssicherheit stärken und gleichzeitig neue Wirtschaftschancen für die junge Generation schaffen. Dieser Erfolg soll als Vorbild für andere Städte dienen, um die Ernährungssouveränität und nachhaltige lokale Wirtschaftskreisläufe zu stärken.

Geotrack Lembang Fault, Disaster Education and Mapping of Vulnerable Buildings in Bandung
Illustration.

Die Regionalen Katastrophenschutzbehörde (BPBD) der Stadt Bandung hat eine „Geotrack“-Aktivität durchgeführt, also die Nachverfolgung katastrophengefährdeter Routen entlang des Lembang-Verwerfungsgebiets. Diese Maßnahme dient nicht nur der Kartierung von Erdbebengefahren, sondern auch der direkten Aufklärung der Bevölkerung, um die Vorbereitung auf mögliche Naturkatastrophen zu verbessern.

Der Leiter der BPBD, Didi Ruswandi, erläuterte, dass die Lembang-Verwerfung eine aktive Verwerfung ist, die sich 29 Kilometer nördlich von Bandung erstreckt. Expertenschätzungen zufolge hat diese Verwerfung einen Erdbebenzyklus von 167 bis 670 Jahren und liegt seit etwa 570 Jahren ruhend. Dieser Zustand deutet darauf hin, dass sich der Bewegungszyklus der Verwerfung allmählich einer aktiven Phase nähert.

„Laut Experten-Daten hat die Verwerfung tatsächlich ihren Zyklus begonnen. Die potenzielle Erdbeben-Stärke könnte eine Magnitude von 6,5 bis 7 erreichen. Ziel dieser Geotrack-Aktivität ist es, so klare Informationen wie möglich über den Zustand der Lembang-Verwerfung zu liefern, sowohl vor Ort als auch auf Grundlage wissenschaftlicher Studien“, sagte Didi in Bandung.

Didi Ruswandi berichtete, dass die geologische Geschichte zeigt, dass die Lembang-Verwerfung in der Region Gunung Batu bereits einmal große Auswirkungen ausgelöst hat. Frühere tektonische Bewegungen verursachten Unterschiede in der Bodenoberflächenhöhe von bis zu 120 Metern und einen Oberflächenabfall von etwa…