Bandung – Eine beschauliche Atmosphäre, untermalt vom Klang des Regens, schlug in blankes Entsetzen um, als eine Jugendliche namens Gina L. (18) in den Cibanjaran-Fluss im Regierungsbezirk Bandung stürzte und von den Fluten mitgerissen wurde. Anwohner und Angehörige zögerten nicht lange und sprangen ebenfalls in den reißenden Fluss, um zu helfen.
Die starke Strömung führte zu einer panischen Situation, in der mehrere Anwohner unbesonnen ins Wasser sprangen. Insgesamt sechs Personen versuchten, der Jugendlichen zur Hilfe zu eilen.
Der dramatische Vorfall ereignete sich im Weiler Girang Deket, im Dorf Banjaran, Bezirk Banjaran, Regierungsbezirk Bandung. Die Rettungsaktion wurde von einem Anwohner gefilmt; das Video verbreitete sich daraufhin rasant in den sozialen Medien.
„Das Opfer war vor dem Unglück am Aufräumen in ihrem Haus. Sie lief hierher, nach vorne. Ich war hier. Plötzlich brach die Böschungsmauer ein und sie fiel“, berichtete ein Anwohner, der dem Opfer zu Hilfe eilte.
Nachdem er den Sturz gesehen hatte, zögerte er keinen Augenblick und sprang spontan in den reißenden Cibanjaran-Fluss. Ihm zufolge war das Opfer eine nahe Verwandte, die er wie seine eigene Familie betrachtete.
„Ich bin einfach gesprungen, ohne groß über meine Sicherheit nachzudenken, zumal es sich um eine Jugendliche, ein Mädchen, handelte“, sagte er.

Er erklärte, dass die Strömung im Fluss augenblicklich nach seinem Sprung extrem stark war. Dennoch gelang es ihm, für einige Sekunden die Hand des Opfers im tosenden Wasser zu fassen zu bekommen.
„Das Wasser war dort, am Rand, noch sehr schnell. Ich hätte sie fast erwischt, ihre Hand war in meiner, ich hatte sie. Aber dann wurde sie sofort wieder unter Wasser gezogen. Ich ging auch unter. Ihre Hand entglitt mir wieder“, schilderte er.
Danach wurde er von der Strömung in einen tieferen Flussabschnitt getrieben, um einen Zusammenstoß mit der Brückenkonstruktion zu vermeiden. Er tauchte schnell wieder auf und rief laut den Namen des Opfers.
„Als ich auftauchte, suchte ich nach dem Opfer. Ich rief immer wieder: ‚Wo ist Gina, wo ist Gina?‘ Sie war noch nicht aufgetaucht, Gina kam nicht hoch. Als ich hier vorne war, wurde Gina schließlich sichtbar. Ihre Haare waren zu sehen. In dem Moment sprangen die Eltern und Iwa hinein“, erzählte er.
„Ich war auch dabei. Iwa bekam das Opfer zu fassen, Iwa hatte sie. Ich war einfach erleichtert, als sie die Person, das Opfer, geborgen hatten. Ich folgte, ich wollte von dort aus nachsetzen, weil es noch eine Bambusbrücke gab. Genau dort lag ein Eisen unter dieser Bambusbrücke“, fügte er hinzu.

Er gab an, dass er danach sofort an Land ging, um das flussabwärts gelegene Gebiet nach dem Opfer abzusuchen. Es stellte sich heraus, dass das Opfer bereits geborgen worden war.