Plötzlicher Hype um Faszien: Verlangsamen sie die Alterung? Experte erklärt im Detail.
Ein neuer Begriff macht die Runde in der Wellness-Welt: Faszien. Vor Kurzem war noch die „lymphatische Drainage“ der Trend, nun rückt dieses neue Schlagwort nach. Öffne die sozialen Medien und du siehst: Körper verspannt? Die Faszien sind schuld. Stoffwechsel träge? Die Faszien sind dehydriert. Es wird sogar behauptet, sie seien der Schlüssel zum Altern und zur Langlebigkeit. Das klingt spannend. Aber die Frage ist: Was sind Faszien eigentlich? Und sind sie wirklich so wichtig?
Die Rolle der sozialen Medien
Der Einfluss der sozialen Medien auf die schnelle Verbreitung dieses Trends ist offensichtlich. Einfache Sprache, auffällige Videos und das Versprechen schneller Ergebnisse – diese drei Faktoren haben die Faszien viral gemacht. Erst „Detox“, dann „lymphatische Drainage“, jetzt „Faszien“ – die Trends wechseln, aber das Muster bleibt gleich.
Es gibt nur ein Problem: Nicht alle Informationen sind wissenschaftlich fundiert. Nur weil man etwas immer wieder hört, wird es nicht wahr.
Faszien, Altern und Langlebigkeit
Mit zunehmendem Alter kann die Flexibilität der Faszien nachlassen. Veränderungen im Kollagen können dazu führen, dass sich der Körper steif oder unbeweglich anfühlt und die Mobilität abnimmt. Deshalb sind Faszien in die Diskussion um „gesundes Altern“ gerückt. Eines ist jedoch klar: Faszien tun nichts von allein. Sie sind nur ein Teil des größeren Körpersystems. Muskeln, Ernährung, Bewegung – alles wirkt zusammen.
Faszientherapie: nichts Neues
Myofasziale Entspannung, Massage, Faszienrolle – all das wird heute neu vermarktet. Aber es ist überhaupt nicht neu. Es sind sehr alte Praktiken; die Idee, die Körperflexibilität durch kontrollierte Bewegung zu erhöhen, wurde schon vor langer Zeit diskutiert. Die Methode ist dieselbe, nur die Erklärungssprache hat sich geändert.
Wie wichtig sind Faszien also?
Faszien sind wichtig – das lässt sich nicht leugnen. Sie spielen eine Rolle bei Bewegung, Flexibilität und Erholung. Aber sie als „Wundermittel“ zu betrachten, ist falsch. Die alten Regeln für einen gesunden Körper gelten nach wie vor: regelmäßige Bewegung, Krafttraining, Dehnen, eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf. Faszien sind ein Teil des Gesamtbildes, nicht das Ganze.
Lymphatische Drainage
Die „lymphatische Drainage“ ist kein Ort oder kultureller Begriff, sondern eine therapeutische Massagetechnik, die das Lymphsystem anregen soll, um Schwellungen zu reduzieren und die Immunfunktion zu verbessern. Die moderne Methode wurde in den 1930er Jahren von den dänischen Ärzten Emil und Estrid Vodder als Behandlung gegen chronische Nasennebenhöhlenentzündungen entwickelt. Heute ist sie ein weltweit verbreiteter Bestandteil der manuellen Therapie und Wellnesspraxis.
Detox
„Detox“ ist kein spezifischer Ort oder kultureller Begriff, sondern ein allgemeiner Begriff für den Prozess der Entfernung von Giftstoffen aus dem Körper. Im kulturellen Kontext bezieht es sich oft auf Wellness-Retreats oder Kliniken, die strukturierte Programme zur Reinigung von Drogen, Alkohol oder ungesunder Ernährung anbieten. Das Konzept hat historische Wurzeln in alten Reinigungspraktiken vieler Kulturen, aber moderne Detox-Zentren entstanden im 20. Jahrhundert parallel zur Medikalisierung der Suchtbehandlung.
Myofasziale Entspannung
Die „myofasziale Entspannung“ ist kein Ort oder kultureller Begriff, sondern eine manuelle Therapietechnik, die in der Physiotherapie und Massage angewendet wird. Sie wurde in den 1960er und 1970er Jahren vor allem von Praktikern wie John F. Barnes entwickelt und konzentriert sich darauf, Spannungen im Bindegewebe (Faszie) des Körpers zu lösen, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Die Praxis basiert auf der Theorie, dass Traumata, Entzündungen oder Operationen zu faszialen Einschränkungen führen können.
Massage
„Massage“ ist kein spezifischer Ort oder kultureller Begriff, sondern eine therapeutische Praxis mit globaler Geschichte. Ihre Ursprünge lassen sich Jahrtausende zurückverfolgen bis zu den alten Zivilisationen in China, Indien und Ägypten, wo sie zur Heilung und für das Wohlbefinden eingesetzt wurde. Heute ist sie eine weit verbreitete Praxis mit vielen kulturellen Variationen, von der schwedischen Technik bis zur traditionellen Thai-Massage.
Faszienrolle
„Faszienrolle“ ist kein physischer Ort oder kultureller Begriff, sondern eine moderne Technik der Selbst-Myofascial-Release im Fitness- und Physiotherapiebereich. Dabei wird eine zylindrische Schaumstoffrolle verwendet, um Druck auf die Muskeln auszuüben, mit dem Ziel, die Flexibilität zu verbessern, Muskelkater zu reduzieren und die Erholung zu fördern. Die Praxis wurde im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert populär und entwickelte sich aus früheren manuellen Therapie- und Massagetechniken zur Behandlung von Weichteilen.
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