Karnataka: Der Abgeordnete Rajashekhar Hitnal aus Koppal hat eine Aussage getroffen, die auf scharfe Kritik stößt. Seine Äußerung wird in den sozialen Medien vielfach kommentiert. Im vergangenen Jahr war im Dorf Sanapur eine ausländische Touristin vergewaltigt und eine weitere Touristin ermordet worden. Bei einem „Entdecke Koppal“-Programm im Bezirksverwaltungsamt bezeichnete der Abgeordnete diesen Vorfall als „klein“.
„Solche Vorfälle sollten nicht passieren“
In seiner Ansprache auf der Veranstaltung wandte sich der Abgeordnete an die Anwesenden, nannte den Vorfall geringfügig und sagte, solche Vorfälle dürften sich nicht wiederholen, da sie dem Tourismus schadeten. Diese Aussage wiederholte er in seiner Rede, was viele der Anwesenden schockiert und empört zurückließ. Seine Worte lösten Wut aus. Politiker, Organisationen und die Öffentlichkeit kritisierten seine Darstellung der Verbrechen scharf.
BJP in der Kritik
Ein Mitglied des JD(S)-Landeskernkomitees nannte den Kommentar verantwortungslos. Statt sich auf den Infrastrukturausbau für den Tourismus zu konzentrieren, verharmlose der Abgeordnete ein schweres Versagen von Recht und Ordnung. Ein Mitglied des BJP-Landeskernkomitees bezeichnete die Äußerung als schockierend und unverzeihlich und erklärte, sie stehe einer Person in verfassungsmäßiger Position nicht an. Es wurde betont, dass solche Vorfälle auf gesetzeswidrige Aktivitäten zurückgingen, und der Vorwurf erhoben, die Schwere der Tat werde heruntergespielt.
Abgeordneter legt Erklärung nach
Weiter hieß es, die Zahl der Touristen im Gebiet von Anegundi, die früher bei über drei Millionen pro Jahr lag, sei nach diesen Verbrechen rapide gesunken. Angesichts der Kritik legte Rajashekhar Hitnal eine Erklärung nach. Darin sagte er, der Vergewaltigungs- und Mordfall von Sanapur sei ein schwerwiegender und schmerzhafter Vorfall gewesen, der nicht hätte passieren dürfen. Dennoch wurde der ursprüngliche Kommentar in den sozialen Medien weiter heftig kritisiert. Frauenorganisationen und Sozialaktivisten verurteilten die Aussage als falsch und forderten eine klare Entschuldigung des Abgeordneten.