Hyderabad: Der Tod eines Medizinstudenten in seinem Wohnheimzimmer am Osmania Medical College hat Proteste ausgelöst. Die Familie des Verstorbenen vermutet, dass Schikane durch ältere Kommilitonen den jungen Mann in den Suizid getrieben haben könnte. Der 26-jährige Postgraduiertenstudent im ersten Jahr, der einer indigenen Gemeinschaft angehörte, wurde am Donnerstagmorgen tot in seinem Zimmer aufgefunden. Er war vor etwa drei Monaten in das MS-Programm (Allgemeinchirurgie) aufgenommen worden und lebte im Wohnheim des Osmania General Hospital. Die Polizei teilte mit, dass die Vorwürfe von Schikane und Druck durch ältere Studenten derzeit untersucht werden.
Laut Polizei wurden Kommilitonen misstrauisch, als der Student am Morgen nicht reagierte. Sie brachen die Tür auf und fanden ihn bewusstlos auf seinem Bett liegend. Er wurde sofort in die Notaufnahme gebracht, wo die Ärzte nur noch seinen Tod feststellen konnten. Aufgrund einer Anzeige seiner Mutter leitete die Polizei ein Verfahren ein. In ihrer Aussage gab die Mutter an, dass ihr Sohn täglich mit ihr telefoniert habe. Am Donnerstag gegen 8.45 Uhr erhielt sie einen Anruf seines Freundes, der ihr mitteilte, dass man ihn bewusstlos aufgefunden habe. Sie eilte zusammen mit Verwandten ins Krankenhaus. Sie erklärte der Polizei, sie vermute, dass ihr Sohn aufgrund des Drucks älterer Studenten diesen Schritt gegangen sei, und forderte Maßnahmen gegen die Verantwortlichen.
Nach dem Vorfall protestierten Familienangehörige in der Nähe der Leichenhalle und forderten Gerechtigkeit sowie eine gründliche Untersuchung der Umstände, die zu seinem Tod führten. Der Protest sorgte zeitweise für Spannungen auf dem Krankenhausgelände. Ein Ermittlungsbeamter erklärte, der Student habe in den letzten Tagen unter Depressionen gelitten und sei nachweislich in psychologischer Betreuung gewesen. Die Polizei kündigte an, Aussagen von Kommilitonen, Wohnheimbewohnern und Dozenten aufzunehmen. Medizinische und forensische Gutachten zur genauen Todesursache stehen noch aus.