Modi und Macron fordern Sicherheit in der Straße von Hormus
Premierminister Narendra Modi hat mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron telefoniert. Beide Staatschefs zeigten sich besorgt über die Lage in Westasien und forderten eine dringende Wiederherstellung der Sicherheit und der Schifffahrtsfreiheit in der Straße von Hormus. In einem Beitrag auf X erklärte Modi, die beiden Führungspersönlichkeiten hätten über die sich zuspitzende regionale Krise gesprochen und sich auf die Notwendigkeit geeinigt, eine der strategisch wichtigsten Seerouten der Welt zu sichern.
„Ich habe einen Anruf von meinem lieben Freund Präsident Emmanuel Macron erhalten. Wir sprachen über die Lage in Westasien und waren uns einig, dass die Sicherheit und die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus dringend wiederhergestellt werden müssen“, schrieb Modi. Er fügte hinzu, dass Indien und Frankreich weiterhin eng zusammenarbeiten würden, um Frieden und Stabilität in der Region und darüber hinaus zu unterstützen.
Fokus auf wichtige Handelsroute
Die Straße von Hormus ist einer der wichtigsten Schifffahrtskorridore der Welt. Über sie wird ein erheblicher Anteil der globalen Öl- und Gasexporte abgewickelt. Jede Beeinträchtigung dieser schmalen Wasserstraße hätte unmittelbare Folgen für die globalen Energiemärkte, den Frachtverkehr und die Versicherungskosten. Die internationale Besorgnis ist angesichts der anhaltenden Spannungen in Westasien stark gestiegen; viele Länder fordern eine Deeskalation und den Schutz der Handelsschifffahrt.
Wie ist der aktuelle Stand der US-iranischen Gespräche?
Das Telefonat zwischen Modi und Macron fand statt, während eine pakistanische Delegation in Teheran eintraf. Dies ist der jüngste diplomatische Vorstoß zur Wiederbelebung der Gespräche zwischen den USA und dem Iran, nachdem sich beide Seiten letzte Woche auf eine brüchige zweiwöchige Waffenruhe geeinigt hatten – nach fast sechs Wochen Kampfhandlungen. Die Waffenruhe, die am 22. April ausläuft, schafft ein kurzes Zeitfenster für Verhandlungen zur Beendigung des Krieges, der in Westasien bereits mehr als 4.000 Menschen das Leben gekostet hat, überwiegend im Iran und im Libanon.
Die erste Gesprächsrunde fand letzte Woche unter pakistanischer Vermittlung in Islamabad statt, brachte jedoch weder eine Verständigung noch eine Einigung zwischen Teheran und Washington. Der US-Präsident erklärte, der Krieg sei „kurz vor dem Ende“, und deutete an, dass eine zweite Gesprächsrunde innerhalb weniger Tage wieder aufgenommen werden könne – möglicherweise erneut in der pakistanischen Hauptstadt.