Der DMK-Abgeordnete Senthil Balaji aus Tamil Nadu steht im Zusammenhang mit neun von der Strafverfolgungsbehörde (Enforcement Directorate) durchsuchten Orten, bei denen Millionen Rupien sichergestellt wurden. Im sogenannten „Cash-for-Jobs“-Skandal förderte die Razzia mehrere erschütternde Details zutage.
Berichten zufolge wurden bei der Durchsuchung der neun Immobilien, die mit dem festgenommenen Senthil Balaji in Verbindung stehen, belastende Dokumente und Einkünfte bei einem seiner engen Vertrauten gefunden.

Laut Enforcement Directorate ergaben Ermittlungen, dass versucht wurde, Dokumente und Beweise, die bei ST Saminathan, einem engen Vertrauten von V. Senthil Balaji, sichergestellt wurden, zu verstecken oder zu verlegen.
Senthil Balaji befindet sich derzeit in Untersuchungshaft im Zentralgefängnis von Puzhal. Auf gerichtliche Anordnung hin wird er medizinisch behandelt. Im „Cash-for-Jobs“-Fall hat die Zentrale Kriminalpolizei (Central Crime Branch) in Chennai drei Erstmeldungen (FIR) registriert.
Die Strafverfolgungsbehörde führte am 3. August Durchsuchungen an Orten durch, die mit dem DMK-Abgeordneten Senthil Balaji in Verbindung stehen. Dabei stellte sich heraus, dass eine Verwandte von ST Saminathan namens Shanti als Strohfrau für ihn agierte.
Die Behörde berichtete, dass Shanti dabei beobachtet wurde, Taschen mit Dokumenten und Wertsachen zu tragen. Als Verdacht aufkam, durchsuchten Ermittlungsteams Shantis Räumlichkeiten. Allerdings war Shanti zum Zeitpunkt der Durchsuchung nicht vor Ort.
Zur Operation erklärte die Strafverfolgungsbehörde, dass die Auswertung von Überwachungsvideos ergab, dass die mit Dokumenten gefüllte Tasche einem Fahrer namens Shiva übergeben wurde. Als Shivas Haus durchsucht wurde, war er bereits geflohen.
Nachdem Shanti von der Durchsuchung ihres Hauses erfuhr, schaltete Shiva sein Mobiltelefon aus. Bei der Durchsuchung von Shivas Wohnung wurden 2,2 Millionen Rupien in bar sowie nicht deklarierte Wertsachen im Wert von 1,66 Millionen Rupien gefunden, zusammen mit unklaren Eigentumsdokumenten für 60 Grundstücke.
Die Strafverfolgungsbehörde stellte fest, dass Shanti Hausfrau ist. Sie kooperierte nicht und beteiligte sich weder an der Durchsuchung noch an den Verfahren der Behörde. Die Ermittlungen ergaben, dass sie über keine Einkommensquelle verfügt.
In seiner Aussage gab Shiva zu, dass Shanti ihm die Taschen aus Angst vor der Aufdeckung belastender Details übergeben hatte. Nach bisherigem Ermittlungsstand gehören die beschlagnahmten Gegenstände und das Bargeld ST Saminathan, einem engen Vertrauten von V. Senthil Balaji.