Die Finanzministerin legte am Sonntag im Parlament einen Haushalt in Höhe von 53,47.315 Milliarden Rupien für das Fiskaljahr 2026-27 vor. Der Haushalt zielt darauf ab, die Wirtschaft widerstandsfähiger gegen globale Herausforderungen zu machen und sie auf dem Weg zu einem entwickelten Indien zu führen. Dafür sind 17,14.523 Milliarden Rupien für Investitionsausgaben (CapEx) in den Bereichen verarbeitende Industrie sowie wirtschaftliche und soziale Infrastruktur vorgesehen.
Der Haushalt sieht keine Entlastung bei den persönlichen Einkommensteuersätzen vor, senkt jedoch den Mindeststeuersatz (MAT) für Industrieunternehmen von 15 auf 14 Prozent. Zudem wurden detaillierte Maßnahmen angekündigt, um Prozesse und Compliance für Investoren und Importeure zu vereinfachen.
In ihrer einstündigen und 25-minütigen Rede setzte die Finanzministerin das Ziel, das Haushaltsdefizit trotz steigender Investitionsausgaben auf 4,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu begrenzen. Im laufenden Finanzjahr liegt das Defizit bei 4,4 Prozent, gegenüber einer ursprünglichen Schätzung von 4,5 Prozent.
Nach der Haushaltsrede erlebten die Aktienmärkte einen starken Einbruch. Der BSE Sensex fiel zeitweise um 2300 Punkte, erholte sich später aber deutlich. Im Rahmen eines Plans zur Begrenzung der Schuldenquote ab dem laufenden Fiskaljahr wurde das Ziel gesetzt, das Verhältnis von Schulden zu BIP bis 2030-31 auf etwa 50 Prozent zu senken. Für 2026-27 wird ein Wert von 55,6 Prozent geschätzt.
Es wurde betont, dass eine Verringerung der Staatsverschuldung die Kreditverfügbarkeit für prioritäre Sektoren erhöhen, die Zinszahlungen des Staates senken und die Produktion ankurbeln werde.
Die Annahme des Berichts der 16. Finanzkommission wurde bekanntgegeben. Demnach bleibt der Anteil der Bundesstaaten am steuerlichen Aufkommen des Zentrums bei 41 Prozent.
Es wurde festgestellt, dass Indiens Wachstumsrate trotz globaler Herausforderungen bei etwa sieben Prozent geblieben sei, was der Regierung eine erfolgreiche Mobilisierung von Ressourcen für Entwicklung und Soziales ermöglicht habe. Es wurde hervorgehoben, dass Indien mit dem globalen Markt verbunden bleiben müsse, um weiter von Exportmärkten, ausländischem Kapital und Technologie zu profitieren.
Der Bevölkerung wurde für ihr Vertrauen in die Regierung gedankt. Das erklärte Ziel sei es, die Wünsche der Menschen zu erfüllen und sicherzustellen, dass das Wirtschaftswachstum bei der Jugend, den Landwirten, den Armen, den Frauen und anderen bedürftigen Bevölkerungsgruppen ankomme.
Bei der Vorstellung dieses ersten Haushalts, der in den neuen Regierungsbüros erarbeitet wurde, wurde er als von der Jugend inspiriert beschrieben. Während der Ausarbeitung seien wertvolle Vorschläge aus der Bevölkerung eingegangen.
Der Haushalt konzentriere sich auf drei Aufgaben der Regierung: Erstens, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Zweitens, die Menschen zu befähigen, ihre eigenen Aspirationen zu erfüllen. Drittens, Sozialprogramme im Einklang mit dem Prinzip der gemeinsamen Entwicklung voranzutreiben.
Das Engagement der Regierung für Reformen wurde unterstrichen. Seit der Rede zum Unabhängigkeitstag im August letzten Jahres seien über 350 Reformen umgesetzt worden, auch bei der Güter- und Dienstleistungssteuer (GST). Neue Initiativen wurden angekündigt, um Sektoren wie Biopharma, Halbleiter, elektronische Bauteile, seltene Mineralien und Textilien zu fördern und so das Wirtschaftswachstum zu beschleunigen.
Es wurde vorgeschlagen, über 200 traditionelle Industriecluster wiederzubeleben und vier neue Wirtschaftszonen zu entwickeln. Zudem sollen mit Hilfe öffentlicher Unternehmen zwei hochmoderne Werkzeugbaubetriebe eingerichtet werden, um hochpräzise Komponenten kostengünstig zu entwerfen, zu testen und herzustellen und so Kapazitäten im Kapitalgüterbau aufzubauen. Ebenfalls angekündigt wurde ein Programm für die Herstellung von Ausrüstungen für den Fertigungs- und Infrastruktursektor.
Für den Infrastrukturausbau in Städten der zweiten und dritten Kategorie wurden unter anderem ein neuer Güterverkehrskorridor zwischen Dankuni in Westbengalen und Surat in Gujarat sowie der Aufbau von Schiffbauanlagen für Binnenwasserstraßen in Varanasi und Patna angekündigt. Für die Verringerung von Kohlenstoffemissionen in Sektoren wie Energie, Stahl, Aluminium und Textilien sind 20 Milliarden Rupien vorgesehen.
Der Haushalt kündigte die Einführung einer neuen Nationalen Faser-Mission, die Ausweitung des „Samarth“-Programms für Kunsthandwerk und Handweberei sowie des „Mahatma Gandhi Gram Swaraj Yojana“ für Khadi und Dorfindustrien an. Mehrere Initiativen sollen den Zugang zu Finanzierungen für den Mikro-, Klein- und Mittelstandssektor vereinfachen und verbessern.
Um den Bankensektor auf künftige Anforderungen vorzubereiten, wurde die Bildung eines hochrangigen Ausschusses angekündigt. Dies umfasst auch einen Vorschlag zur Umstrukturierung der Power Finance Corporation und der Rural Electrification Corporation.
Um Stadtverwaltungen bei der Mittelbeschaffung für Entwicklungsprojekte zu helfen, wird ein Anreiz von 100 Millionen Rupien für die Emission von Kommunalanleihen bis zu 10 Milliarden Rupien gewährt. Das bestehende Anreizprogramm für Emissionen bis zu 2 Milliarden Rupien wird fortgeführt.
Unter der zweiten Aufgabe (Befähigung der Menschen) wurden Initiativen angekündigt, um dem Dienstleistungssektor eine neue Dimension zu verleihen. Dazu gehören Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Kompetenzentwicklung und medizinische Versorgung.