Kolkata, 21. Mai. Die BJP-Regierung in Westbengalen hat beschlossen, der Grenzschutztruppe BSF (Border Security Force) ein 27 Kilometer langes Landstück zu übergeben, um die Grenzsicherheit zu verstärken.
Chief Minister Shubhendu Adhikari gab dies am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Nabanna bekannt und kündigte einen harten Kurs gegen illegale Eindringlinge an.
Der Chief Minister erklärte, das Staatskabinett habe den Vorschlag zur Landübergabe an die BSF gebilligt. In der ersten Phase werde das 27 Kilometer lange Gebiet innerhalb der nächsten zwei Wochen zur Verfügung gestellt. Der Sekretär für Land und Steuern sowie der Chefsekretär seien beauftragt worden, den Prozess innerhalb von 45 Tagen abzuschließen.
Shubhendu Adhikari stellte fest, dass die Grenze zwischen Indien und Bangladesch etwa 4.000 Kilometer lang sei, wovon 2.200 Kilometer auf Westbengalen entfielen.
Er behauptete, dass bisher nur 1.600 Kilometer der Grenze im Bundesstaat mit Stacheldraht eingezäunt seien, während etwa 600 Kilometer ungeschützt blieben.
Er erhob den Vorwurf, die vorherige Regierung habe der BSF aus politischen Gründen und aufgrund einer Politik der Beschwichtigung nicht das nötige Land zur Verfügung gestellt.
Der Chief Minister sagte, dass es in den Grenzgebieten eine Zunahme von Problemen der öffentlichen Ordnung, Sicherheitsbedenken für Frauen, Zwangskonvertierungen und anderen kriminellen Aktivitäten gegeben habe, an denen eine große Zahl illegaler bangladeschischer Eindringlinge beteiligt sei.
Er erklärte, die Staatsregierung werde nun regelmäßige Koordinationstreffen mit der BSF zu Grenzsicherheitsfragen abhalten.
Während der Pressekonferenz sagte der Chief Minister zudem, dass Personen, die nicht unter das Staatsbürgerschaftsänderungsgesetz (CAA) fielen, als illegale Eindringlinge betrachtet würden.
Solche Personen würden von der Staatspolizei festgenommen und der BSF übergeben, woraufhin der Prozess der Rückführung beginne. Er erwähnte, dass die Zentralregierung dem Staat letztes Jahr entsprechende Richtlinien gesandt habe, die nun umgesetzt würden.
Der Chief Minister sagte, dies sei erst der Anfang für die Grenzsicherheit, und die BSF werde in Zukunft bei Bedarf weitere Unterstützung erhalten. Während der Pressekonferenz begrüßten BSF-Vertreter den Chief Minister mit einem Andenken und einem Blumenstrauß.