Bei einem Angriff der sogenannten „Allied Democratic Forces“ (ADF) auf drei Dörfer im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben lokaler Behörden und Militärquellen mindestens 15 Menschen getötet worden, darunter zwei Soldaten.

Die bewaffnete Gruppe, die ursprünglich aus ehemaligen ugandischen Rebellen hervorging und dem Islamischen Staat die Treue geschworen hat, griff die Dörfer Katanga, Mayindelo und Kilong im Gebiet Lubero in der nordwestlichen Provinz Nord-Kivu an.

Die Dörfer, die innerhalb eines Radius von sieben Kilometern liegen, wurden bei einem „Einfall der Allied Democratic Forces“ gleichzeitig angegriffen.

Von 20 bis 22 Uhr Ortszeit waren Schüsse zu hören, was Panik unter den Bewohnern auslöste. Bei dem Angriff gab es „15 Tote und 13 niedergebrannte Häuser“.

„Einheiten der Streitkräfte der Demokratischen Republik Kongo und der ugandischen Armee verfolgen diesen Feind“, der „unter friedlichen Bewohnern, die das neue Jahr feierten, Terror verbreitete“.

Die Allied Democratic Forces wurde Mitte der 1990er Jahre im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo gegründet, hat Tausende Zivilisten getötet und setzt ihre zahlreichen Plünderungs- und Mordaktionen trotz des Einsatzes der ugandischen Armee an der Seite der kongolesischen Streitkräfte fort.

Demokratische Republik Kongo

Die Demokratische Republik Kongo (DRK) ist ein riesiges Land in Zentralafrika mit einer komplexen Geschichte, die vom vorkolonialen Königreich Kongo, der brutalen Kolonialherrschaft unter König Leopold II. von Belgien als Kongo-Freistaat und einer turbulenten Zeit seit der Unabhängigkeit 1960 geprägt ist. Sie ist bekannt für ihre immensen natürlichen Ressourcen und ihre Artenvielfalt, einschließlich des Regenwalds im Kongobecken, hat aber auch mit langwierigen Konflikten und politischer Instabilität zu kämpfen. Kulturell ist sie ein lebendiges Mosaik aus Hunderten von ethnischen Gruppen und weltweit einflussreich, insbesondere durch ihre Musikgenres wie Soukous und Rumba Congolaise.

Allied Democratic Forces (ADF)

Die Allied Democratic Forces (ADF) ist keine kulturelle Stätte, sondern eine islamistische Miliz. Sie wurde Mitte der 1990er Jahre in Uganda gegründet und operiert heute hauptsächlich im Osten der Demokratischen Republik Kongo, wo sie für langwierige Konflikte und zahlreiche Angriffe auf Zivilisten verantwortlich ist.

National Army for the Liberation of Uganda (NALU)

Die National Army for the Liberation of Uganda (NALU) war eine Rebellengruppe, die in den frühen 1990er Jahren aktiv war und hauptsächlich im Westen Ugandas in der Nähe der Ruwenzori-Berge operierte. Sie setzte sich hauptsächlich aus Überresten früherer Aufstandsbewegungen zusammen und zielte darauf ab, die Regierung von Präsident Yoweri Museveni zu stürzen. Die Gruppe wurde Mitte der 1990er Jahre weitgehend besiegt und ist keine kulturelle Stätte, sondern eine historische militante Organisation.

Beni

„Beni“ bezieht sich hier auf die Stadt Beni in der Provinz Nord-Kivu der Demokratischen Republik Kongo. Sie ist ein wichtiges urbanes Zentrum in der von Konflikten geprägten Ostregion des Landes und war wiederholt Schauplatz von Angriffen verschiedener bewaffneter Gruppen.

Nord-Kivu Provinz

Nord-Kivu ist eine Provinz im Osten der Demokratischen Republik Kongo, die an Ruanda und Uganda grenzt. Historisch ist sie Teil des alten Königreichs Ruanda und später des Kongo-Freistaats. Heute ist sie leider vor allem für ihre reichen Mineralressourcen und jahrzehntelange verheerende Konflikte mit zahlreichen bewaffneten Gruppen bekannt, die eine tiefgreifende humanitäre Krise verursacht haben. Die Region beherbergt auch den Virunga-Nationalpark, ein UNESCO-Weltnaturerbe und Afrikas ältesten Nationalpark.

UN-Friedensmission (MONUSCO)

MONUSCO ist die Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in der Demokratischen Republik Kongo, die 2010 als Nachfolgerin einer früheren UN-Mission eingerichtet wurde. Ihr Mandat ist der Schutz von Zivilisten, die Unterstützung der Stabilisierung des Landes und die Stärkung der Staatsautorität angesichts der anhaltenden Konflikte in den Ostregionen. Es ist eine der größten und komplexesten Friedensmissionen der UN mit einer Geschichte der Konfrontation mit zahlreichen bewaffneten Gruppen.

Lubero

Lubero ist eine Stadt in der Provinz Nord-Kivu der Demokratischen Republik Kongo, die in den fruchtbaren Ausläufern der Ruwenzori-Berge liegt. Historisch war sie Teil des Königreichs Rwenzururu und wurde später ein bedeutendes koloniales und nachkoloniales Verwaltungszentrum in der Region, bekannt für seine landwirtschaftliche Produktion, insbesondere Kaffee. Das Gebiet war auch stark von den Konflikten und der Instabilität betroffen, die den Osten Kongos in den letzten Jahrzehnten geprägt haben.