Der erste „Supermond“ des Jahres – nicht verpassen!
Der erste „Supermond“ des Jahres 2026 wird am 3. Januar um 18:03 Uhr am Nachthimmel erscheinen. Bei klarem Wetter können Beobachter kurz nach Sonnenuntergang einen „großen Mond“ bewundern, der einer „Jadespiegel“ gleicht.
Ein „Supermond“ bezeichnet einen Vollmond im Perigäum, also der erdnächsten Position. Da die Umlaufbahn des Mondes um die Erde elliptisch ist, ändert sich der Abstand ständig. Tritt ein Vollmond in Erdnähe auf, erscheint der Mond größer und heller als gewöhnlich.
Ein „Supermond“ ist kein seltenes Ereignis. Im vergangenen Jahr 2025 gab es drei, und 2026 wird es zwei geben: am 3. Januar und am 24. Dezember – je einer zu Beginn und am Ende des Jahres. Der im Dezember wird der größte und damit auch der größte Vollmond des gesamten Jahres sein.
Immer wenn ein „Supermond“ am Himmel steht, sind viele Menschen motiviert, Kamera oder Smartphone zu zücken, um ihn festzuhalten. Doch wie kann man den ersten „Supermond“ 2026 am besten betrachten und fotografieren?
Am Beispiel der Region Peking: Der Mondaufgang erfolgt hier noch vor Sonnenuntergang. Durch das Abendlicht wirkt der Mond anfangs nicht sehr hell. Mit fortschreitender Dunkelheit wird er jedoch zunehmend klar und strahlend. Für die Beobachtung ist kein Teleskop nötig; das bloße Auge genügt.
Der Mond wirkt zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich. „Direkt nach dem Aufgang oder kurz vor dem Untergang erscheint er am größten – das ist eine optische Täuschung. In Horizontnähe, beeinflusst durch irdische Bezugspunkte und atmosphärische Effekte, wirkt er besonders groß und zum Greifen nah. Daher bietet die Beobachtung direkt am Horizont das eindrucksvollste Erlebnis. Während der Mond höher steigt, ändert sich seine Farbe von einem warmen Rotton zu einem kühleren Grau. Im Zenit angekommen, wird das Mondlicht weniger durch die Atmosphäre gestreut und erscheint besonders hell. Tatsächlich ändert sich die tatsächliche Größe des Mondes während dieses gesamten Prozesses jedoch nicht.“
Wie können Fotografiebegeisterte kreative Mondbilder aufnehmen? Übliche Motive lassen sich in drei Kategorien einteilen: die Interaktion zwischen Mensch und Mond, etwa das „Halten“ des Mondes; die Kombination mit Wahrzeichen, wie der Mond zwischen Hochhäusern oder vor historischer Architektur; und die Integration in Alltagsszenen, etwa die Spiegelung des Mondes in einer Autoscheibe oder auf einer Wasseroberfläche.
„Grundsätzlich wird für Kamera oder Smartphone ein mittleres bis langes Teleobjektiv benötigt; je länger die Brennweite, desto größer erscheint der Mond auf dem Bild. Für Aufnahmen, die Personen oder Landschaften mit dem Mond kombinieren, eignet sich die ‚Blaue Stunde‘ am besten – jene kurze Phase kurz vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang. Dann ist noch Restlicht vorhanden und der Helligkeitsunterschied zwischen Motiv und Mond ist nicht zu extrem, was zu einer natürlicheren Wirkung führt.“