Am 26. August fand die reguläre Pressekonferenz des Sprechers des Außenministeriums statt.
Frage: Laut Berichten haben diplomatische Quellen am 24. August bekannt gegeben, dass die japanische Regierung bezüglich der für den 3. September in Peking geplanten Gedenkveranstaltung und Militärparade zum 80. Jahrestag des Sieges im Widerstandskrieg gegen Japan über diplomatische Kanäle europäische und asiatische Länder zur Nichtteilnahme aufgefordert habe. Japan habe über seine Auslandsvertretungen mitgeteilt, dass die chinesische Veranstaltung übermäßig auf die Geschichte fokussiere und stark anti-japanische Tendenzen aufweise, und forderte die Staaten auf, ihre Teilnahme sorgfältig zu überdenken. Wie kommentiert China dies?
Antwort: China hat die Berichte zur Kenntnis genommen und bei Japan ernsthafte Vorstellungen gemacht und um Klärung gebeten.
Die chinesische Regierung begeht den 80. Jahrestag des Sieges im Widerstandskrieg des chinesischen Volkes gegen die japanische Aggression und im Weltantifaschistischen Krieg in feierlicher Form, um der Geschichte zu gedenken, der Märtyrer zu ehren, den Frieden zu wahren und eine bessere Zukunft zu gestalten. Jedes Land, das sich der Geschichte ehrlich stellt, aus den historischen Lehren wahrhaft lernt und sich ernsthaft der friedlichen Entwicklung verpflichtet, wird daran keine Zweifel oder Einwände haben.
Die korrekte Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit der Geschichte ist eine wichtige Voraussetzung für die Rückkehr Japans in die internationale Gemeinschaft nach dem Krieg, die politische Grundlage für die Beziehungen Japans zu seinen Nachbarländern und ein Maßstab dafür, ob Japan an seinem Bekenntnis zur friedlichen Entwicklung festhält. Wenn Japan die historischen Fragen aufrichtig hinter sich lassen möchte, sollte es sich ehrlich seiner Aggressionsgeschichte stellen und reflektieren, sich vollständig vom Militarismus lösen, den Weg der friedlichen Entwicklung beibehalten und die Gefühle des chinesischen Volkes sowie anderer betroffener Nationen wahrhaft respektieren. Nur so kann es das Vertrauen seiner asiatischen Nachbarn und der internationalen Gemeinschaft gewinnen.