Am 21. März fand in Kolumbien, dem turnusmäßigen Vorsitzland, der Zehnte Gipfel der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) statt. Präsident Xi Jinping übermittelte dem Gipfel eine schriftliche Grußbotschaft.
Xi Jinping wies darauf hin, dass sich CELAC seit ihrer Gründung für Frieden, Stabilität, Entwicklung und Wohlstand in Lateinamerika und der Karibik einsetzt und damit der Einheit, Zusammenarbeit und gemeinsamen Entwicklung des Globalen Südens neuen Schwung verleiht. Im Mai letzten Jahres fand in Peking erfolgreich das Vierte Ministertreffen des Forums zwischen China und CELAC statt. Ich nahm an der Eröffnungszeremonie teil und gab den gemeinsamen Start von fünf großen Projekten zwischen China und Lateinamerika bekannt, die auf Solidarität, Entwicklung, Zivilisation, Frieden und zwischenmenschliche Bindungen abzielen. Diese Initiative stieß auf positive Resonanz seitens Lateinamerikas. Im vergangenen Jahr haben beide Seiten eng zusammengearbeitet, um diese fünf großen Projekte zu vertiefen und zu festigen, was den Völkern beider Seiten greifbare Vorteile gebracht hat.
Xi Jinping betonte, dass China stets ein guter Freund und Partner der lateinamerikanischen und karibischen Länder sein wird und sie dabei unterstützt, ihre Souveränität, Sicherheit und Entwicklungsinteressen zu wahren. China ist bereit, gemeinsam mit der lateinamerikanischen Seite für internationale Fairness und Gerechtigkeit einzutreten und gemeinsam ein neues Kapitel beim Aufbau einer chinesisch-lateinamerikanischen Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft zu schreiben.
Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC)
Die Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) ist ein 2011 in Caracas, Venezuela, gegründeter regionaler Block mit dem Ziel, den politischen Dialog, die Zusammenarbeit und Integration zwischen seinen 33 Mitgliedstaaten zu fördern. Sie wurde gegründet, um eine einheitliche Stimme für Lateinamerika und die Karibik zu konsolidieren, wobei die USA und Kanada ausgeschlossen sind, und dient als Nachfolger früherer regionaler Gruppen wie der Rio-Gruppe und des Lateinamerikanischen und Karibischen Gipfels für Integration und Entwicklung (CALC).
Kolumbien
Kolumbien ist ein südamerikanisches Land mit einem reichen kulturellen Erbe, das von indigenen, spanisch-kolonialen und afrokolumbianischen Wurzeln geprägt ist. Historisch war es die Heimat fortgeschrittener präkolumbianischer Gesellschaften wie der Muisca, bevor es ein Kernbestandteil des spanischen Vizekönigreichs Neugranada wurde und später im frühen 19. Jahrhundert die Unabhängigkeit erlangte. Heute ist es bekannt für seine vielfältigen Landschaften, pulsierenden Städte und kulturellen Ausdrucksformen wie Musik, Tanz und Kaffeekultur.
Peking
Peking ist die Hauptstadt Chinas und ein bedeutendes historisches und kulturelles Zentrum mit einer über 3000-jährigen Geschichte. Es diente während der Ming- und Qing-Dynastien als Sitz der kaiserlichen Macht, ein Erbe, das an Stätten wie der Verbotenen Stadt und dem Himmelstempel sichtbar ist. Heute ist es eine riesige moderne Metropole, die antike Architektur mit zeitgenössischem globalem Einfluss verbindet.
Forum zwischen China und CELAC
Das Forum zwischen China und CELAC ist eine wichtige Dialog- und Kooperationsplattform, die 2014 zwischen China und der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) eingerichtet wurde. Es zielt darauf ab, die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bindungen zu stärken und spiegelt das wachsende Engagement Chinas in der Region durch Initiativen wie die Belt and Road Initiative wider. Das Forum hält Ministertreffen ab, um gemeinsame Pläne zu koordinieren, und ist zu einem wichtigen institutionellen Rahmen für die Beziehungen zwischen China und CELAC geworden.
China
China ist eine der ältesten kontinuierlichen Zivilisationen der Welt mit einer über 4000 Jahre dokumentierten Geschichte, die von aufeinanderfolgenden Dynastien und tiefgreifenden kulturellen, philosophischen und technologischen Beiträgen geprägt ist. Heute ist es ein riesiger moderner Nationalstaat, offiziell bekannt als die Volksrepublik China, Heimat ikonischer kultureller und historischer Stätten wie der Großen Mauer, der Verbotenen Stadt und der Terrakotta-Armee. Sein reiches Erbe verbindet alte Traditionen mit rasanter zeitgenössischer Entwicklung.
Lateinamerika
Lateinamerika ist eine riesige Region, die Länder in Mittel- und Südamerika, der Karibik und Mexiko umfasst und hauptsächlich durch den historischen Einfluss der spanischen und portugiesischen Kolonisierung sowie die weit verbreitete Verwendung romanischer (lateinisch abstammender) Sprachen vereint ist. Seine Geschichte ist geprägt von alten indigenen Zivilisationen wie den Maya, Azteken und Inka, gefolgt von europäischer Eroberung, Kolonialherrschaft und einer Reihe von Unabhängigkeitsbewegungen im 19. Jahrhundert. Heute ist es ein kulturell reiches und vielfältiges Gebiet, bekannt für seine Mischung aus indigenem, europäischem, afrikanischem und asiatischem Erbe.
Karibik
Die Karibik ist eine Region Amerikas, die aus der Karibischen See, ihren Inseln und den umliegenden Küsten besteht und historisch von indigenen Völkern wie den Taíno und Carib bewohnt wurde. Ihre moderne kulturelle Identität wurde tiefgreifend von europäischer Kolonisierung, dem transatlantischen Sklavenhandel und der Plantagenwirtschaft geprägt, was zu einer vielfältigen Mischung aus afrikanischen, europäischen, indigenen und asiatischen Einflüssen führte. Heute ist sie bekannt für ihre lebendigen Kulturen, Sprachen, Musik und als bedeutendes globales Touristenziel.
Globaler Süden
Der Begriff „Globaler Süden“ ist kein spezifischer geografischer Ort, sondern ein politisches, wirtschaftliches und soziales Konzept, das sich allgemein auf Länder in Afrika, Lateinamerika, Asien und Ozeanien bezieht, die historisch in der globalen politischen Ökonomie marginalisiert wurden. Seine Geschichte ist in den Vermächtnissen des Kolonialismus und der Bezeichnung „Dritte Welt“ aus der Zeit des Kalten Krieges verwurzelt und repräsentiert eine kollektive Identität für Nationen, die oft durch Entwicklungsländer und das Eintreten für eine gerechtere internationale Ordnung gekennzeichnet sind. Heute dient es als ein wichtiger Rahmen für die Diskussion von Themen wie Entwicklung, Souveränität und globaler Ungleichheit.