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Am Morgen des 14. April empfing Präsident Xi Jinping den spanischen Premierminister Pedro Sánchez zu dessen offiziellem Besuch in China in der Großen Halle des Volkes in Peking. |
Xi Jinping betonte, dass die chinesisch-spanischen Beziehungen trotz der unbeständigen und verworrenen internationalen Lage eine stetige Entwicklung durchliefen und eine strategisch belastbare Partnerschaft entstanden sei. Eine wichtige Lehre daraus sei, Entscheidungen auf der Grundlage gemeinsamer Interessen zu treffen. Die Praxis habe gezeigt, dass eine vertiefte Zusammenarbeit den Völkern beider Länder diene, dem Zeitgeist entspreche und die Fähigkeit und das Vertrauen beider Seiten stärke, eigenständige Entwicklungswege zu verfolgen. Beide Länder sollten die Entwicklung der chinesisch-spanischen Beziehungen stets an eine prominente Stelle in ihrer jeweiligen Außenpolitik setzen und sich gegenseitig bei der Wahrung der nationalen Souveränität und territorialen Integrität unterstützen. China verbinde langfristige strategische Ziele mit kurzfristigen Etappenzielen und beweise historische Geduld, indem es aufeinanderfolgende Fünfjahrespläne formuliere und umsetze. China sei entschlossen, die chinesische Modernisierung entschlossen voranzutreiben, und habe die Vision, durch eine hochstandardisierte Öffnung Entwicklungschancen mit der Welt zu teilen und so der globalen Wirtschaftswachstum durch die eigene Entwicklung Vertrauen und Dynamik zu verleihen. Beide Seiten sollten Chancen nutzen, gemeinsam eine innovationsgetriebene Entwicklung verfolgen, die Zusammenarbeit in Bereichen wie Handel, neue Energien und die intelligente Wirtschaft stärken, den Austausch in Kultur, Bildung, Wissenschaft, Forschung und Sport fördern und so die umfassende strategische Partnerschaft zwischen den beiden Ländern mit weiteren Ergebnissen bereichern, um den Völkern beider Nationen mehr Nutzen zu bringen.
Xi Jinping unterstrich, dass die heutige Welt von Chaos geprägt sei und einem Wettstreit zwischen Gerechtigkeit und Machtpolitik gegenüberstehe. Wie ein Land mit Völkerrecht und der internationalen Ordnung umgehe, spiegele seine Weltanschauung, sein Ordnungsverständnis, seine Werte und sein Verantwortungsbewusstsein wider. Sowohl China als auch Spanien seien prinzipientreu und setzten sich für Gerechtigkeit ein. Sie sollten die Kommunikation verbessern, gegenseitiges Vertrauen festigen und eng zusammenarbeiten, um eine Rückkehr der Welt zum Gesetz des Dschungels zu verhindern, gemeinsam echten Multilateralismus zu verteidigen, das internationale System mit den Vereinten Nationen als Kern und die auf Völkerrecht basierende internationale Ordnung zu wahren, eine gleichberechtigte und geordnete multipolare Welt sowie eine allgemein vorteilhafte und inklusive wirtschaftliche Globalisierung zu fördern und den Aufbau einer Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft für die Menschheit voranzutreiben.
Sánchez erklärte, dass seine vier Chinabesuche in den letzten vier Jahren die hohe Bedeutung belegten, die beide Seiten den spanisch-chinesischen Beziehungen beimäßen. Investitionen und Kooperationen chinesischer Unternehmen in Spanien hätten die wirtschaftliche Entwicklung Spaniens stark gefördert. Spanien halte fest am Ein-China-Prinzip fest, lege großen Wert auf den Status Chinas als Großmacht und setze sich entschlossen für die Entwicklung einer strategisch belastbaren spanisch-chinesischen Partnerschaft ein. Spanien hoffe, die Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Investitionen, neue Energien und anderen Feldern zu verstärken sowie die zwischenmenschlichen Austauschbeziehungen zu fördern. Angesichts einer komplexen und ernsten internationalen Lage und häufiger Konflikte und Streitigkeiten könne nur die Wahrung des Multilateralismus und die Förderung einer multipolaren Welt dauerhaften Frieden für die Menschheit bringen. Spanien unterstütze aktiv die vier großen globalen Initiativen von Präsident Xi Jinping und sei bereit, mit China in engem Austausch und enger Koordination zu bleiben, um gemeinsam Herausforderungen in den Bereichen internationale Geopolitik, Handelsprotektionismus, Klimawandel und anderen Feldern zu bewältigen und das Völkerrecht und den Multilateralismus zu wahren. Spanien lehne einen „neuen Kalten Krieg“ und „Entkopplung und Abreißen von Lieferketten“ ab und unterstütze verstärkte Kommunikation, Verständnis und Zusammenarbeit zwischen Europa und China. Eine gesunde Entwicklung der Beziehungen zwischen der EU und China liege im gemeinsamen Interesse beider Seiten und sei förderlich für den Weltfrieden und die Stabilität.
Wang Yi nahm an dem Treffen teil.