Antiker Tempel im Duft der Bücher: Perfekte Zeit für Frühlingslektüre
Im Vollfrühling liegt ein würziger Duft über einem alten Tempel. Im Baoguo-Tempel im Bezirk Xicheng ist ein vornehmes Treffen rund um antiquarische Bücher pünktlich eingetroffen – eine Veranstaltung, die mit Literatur das kulturelle Erbe der Stadt pflegen will. Die Veranstaltung „Lesen für die Nation – Frühlingslesung am Gu-Schrein“ fand hier statt und eröffnete zugleich die Antiquariatsmesse 2026 im Baoguo-Tempel. Sie markierte auch den offiziellen Start der Aktionsmarke „Lies in der Nachbarschaft“, ein konkretes Zeichen für die Umsetzung der „Verordnung zur Förderung des nationalen Lesens“ im Bezirk Xicheng.
Schätze entdecken und immaterielles Kulturerbe erleben: Ein Streifzug über die Buchmesse
Um 10:30 Uhr erklang ein heller, melodischer Gong von der Plattform vor der dritten Halle des Baoguo-Tempels und gab damit das offizielle Startsignal für die Antiquariatsmesse 2026. Damit tauchte der jahrhundertealte Tempel erneut ein in den Duft alter Bücher und neuer Erkenntnisse.
Nach der Zeremonie verwandelte sich der Ort schnell in einen Dialog durch Raum und Zeit. Kulturschaffende erzählten lebhaft vom historischen und kulturellen Erbe des Baoguo-Tempels. Anschließend brachte eine Lyriklesung mit dem Titel „Lesen für die Nation – Frühlingslesung am Gu-Schrein“ die Veranstaltung zu ihrem Höhepunkt. Vorgetragen von Vertretern neuer Berufsgruppen, Grundschülern, einem Veteranenchor, zivilen Vorbildeinrichtungen, Persönlichkeiten der Einheitsfront und Gemeindearbeitern, interpretierte sie das geistige Erbe des „Lesens für die Nation“ lebendig.
Gleichzeitig eröffnete ein einzigartiger Kreativmarkt, der „Kulturkorridor Guangnei“, und verlieh der Frühlingslesung eine lebendige, alltagsnahe und interaktive Atmosphäre. Der Markt war übersichtlich gestaltet, verschiedene Stände mit besonderen Angeboten bildeten von nah bis fern einen Kulturplatz. Auf der einen Seite präsentierten Verlage gemeinsam den „Bücherduft-Korridor“ mit klassischen Texten und aktuellen Neuerscheinungen, die zum Stöbern und zur freudigen Entdeckung einluden. Auf der anderen Seite versammelten sich faszinierende Projekte des immateriellen Kulturerbes wie Peking-Wachsobst, Guo-Mikroschnitzerei, Pekinger Hofstickerei-Patchwork, Cao-Drachen, Yu-Strohflechterei und bestickte Peking-Tigerkopfschuhe. Handwerker zeigten ihr Können live und ließen so Techniken, die in alten Schriften schlummern, unter ihren Fingern wieder lebendig werden. Dazu gesellten sich örtliche Erinnerungsorte wie das ehemalige Wohnhaus von Shen Jiaben und das Xuannan-Museum sowie Traditionsmarken und neue Kulturkonsummarken wie Zhang Yiyuan, Guohua Mall und Benzhen Coffee. Gemeinsam zeichneten sie ein Panorama des kulturellen Gemeindelebens, das „lesenswert, sehenswert, erlebbar und käuflich“ ist.
„Kulturkalender der Vier Jahreszeiten“ vorgestellt
Während der Eröffnung der Antiquariatsmesse stellte das Straßenviertel Guangnei im Bezirk Xicheng den Themenaktionsplan „Du bist ‚drin'“ und „Lies in der Nachbarschaft“ für die vier Jahreszeiten vor und erweiterte damit den Rahmen der Messe.
Verwurzelt im Boden der „Xuannan-Kultur“ und mit dem Geist des „Lesens für die Nation“ im Kern, entwirft der Plan ein lebendiges Bild mit „Themen für jede Jahreszeit, Aktionen für jeden Monat“: Frühlingsharmonie & Xuannan-Klang: Gemeinsam Xuannan-Geschichten erzählen, seine Vergangenheit schmecken und im Bücherduft den historischen Wandel spüren. Sommerliche Fülle & Wiederbelebung des Kulturerbes: Gemeinsam literarische Klassiker lesen, historische Lektüre mit traditionellen Handwerkserlebnissen verbinden und so altes Erbe im modernen Leben neu beleben. Herbstliche Klarheit & Weitergabe des kulturellen Erbes: Rote Geschichten aus der „Peking-Roten-Karte“ teilen und die Ursprungsgedanken-Bildung durch die Weitergabe roter Fälle vertiefen. Winterliche Wärme & kulturelle Fürsorge: Leseerfolge in Leseshows präsentieren, die Jahresleseliste des Straßenviertels Guangnei veröffentlichen und die Jahresergebnisse des nationalen Lesens vorstellen.
Die Vorstellung dieses „Kulturkalenders der Vier Jahreszeiten“ markiert den Wandel von „Lies in der Nachbarschaft“ von einer Aktionsmarke zu einer ganzjährigen, inhaltlich reichen und nachhaltigen Kulturvermittlungsaktivität. So entsteht die „Guangnei-Erfahrung“ in der Kulturarbeit Xichengs. Gestützt auf Zentren für Praktiken der Zivilisation der neuen Ära und Freiwilligenteams, sammelt die Aktivität öffentliche Bedürfnisse und baut durch eine Reihe von Leseereignissen Kommunikationsbrücken. Mit der Kultur als Bindeglied verringert sie die Distanz zur Bevölkerung, stärkt die Soft Power der Basisverwaltung und erreicht eine wechselseitige Förderung von kulturellen Angeboten für die Menschen und einer guten Governance.