Der indische Fußball steckt derzeit in der Krise. Es herrscht weiterhin Ungewissheit darüber, wann die ISL stattfinden wird. Der Oberste Gerichtshof will am kommenden Donnerstag sein Urteil zu dieser Angelegenheit verkünden. Doch noch bevor es soweit ist, steht der indische Fußball vor einem weiteren großen Problem. Am Dienstagabend (Ortszeit Mittwoch) haben der Weltfußballverband FIFA (Fédération Internationale de Football Association) und der asiatische Fußballverband AFC (Asian Football Confederation) ein Schreiben an den AIFF geschickt. Darin übermittelten beide Parteien dem Verbandspräsidenten Kalyan Chaubey eine klare Botschaft. Sie drängen den Verband bereits seit Langem, seine Satzung zu ändern. Diesmal haben sie jedoch eine Frist gesetzt. FIFA und AFC wiesen an, dass der Prozess der Satzungsänderung bis zum 30. Oktober abgeschlossen sein muss. Zudem haben FIFA und AFC in dem Schreiben klargestellt, dass der Verband völlig unabhängig und ohne Einflussnahme privater Dritter arbeiten muss. Das bedeutet, der Verband darf nicht mehr mit privaten Organisationen oder Drittparteien wie der FSDL zusammenarbeiten. FIFA und AFC zeigen sich auch sehr besorgt darüber, wann die indische Fußballsaison beginnen wird. Immer mehr ISL-Clubs stellen ihren Spielbetrieb auf unbestimmte Zeit ein. Dies hat bereits negative Auswirkungen auf die Stellung Indiens auf der globalen Fußballkarte. Aus diesem Grund haben FIFA und AFC dieses unmissverständliche Schreiben an den Verband gesandt.
Bereits im Jahr 2022 stand der Verband aufgrund von Einmischung Dritter vor der Gefahr einer Suspendierung. Selbst nachdem Kalyan Chaubey das Präsidentenamt übernommen hatte, liegt dieser Fall seit Langem beim Obersten Gerichtshof. Die Urteilsverkündung wird für Donnerstag erwartet.