ANKARA – Japan hat bei China offiziell Protest gegen den Bau einer neuen Anlage in einem umstrittenen Gebiet im Ostchinesischen Meer eingelegt.
In einer am späten Montag veröffentlichten Erklärung teilte das japanische Außenministerium mit, China habe auf seiner Seite der gedachten Mittellinie zwischen beiden Ländern mit der Errichtung einer neuen Einrichtung begonnen.
„Es ist höchst bedauerlich, dass China im Ostchinesischen Meer einseitige Entwicklungsmaßnahmen vorantreibt, obwohl die Grenzen der Ausschließlichen Wirtschaftszone und des Festlandsockels noch nicht festgelegt sind“, hieß es in der Erklärung.
Japan erhob einen scharfen Protest und forderte China auf, die Aktivitäten einzustellen und die festgefahrenen Verhandlungen über eine Ressourcenkooperation wieder aufzunehmen.
Japan betrachtet die Mittellinie zwischen den Küsten beider Länder nach seinem nationalen Recht als offizielle Seegrenze. China hingegen beharrt darauf, dass seine Ausschließliche Wirtschaftszone erheblich weiter reicht.
Obwohl Japan und China sich 2008 auf eine gemeinsame Entwicklung von Gasfeldern in dem Gebiet geeinigt hatten, sind die Gespräche seit längerer Zeit unterbrochen.
China hat auf die japanischen Vorwürfe bislang nicht reagiert.