Neu-Delhi – Ein umstrittener Fall rund um den ehemaligen Abgeordneten Anant Singh in Bihar hat eine neue politische Wende genommen. Die Diskussionen über einen Vorfall, bei dem Angehörige einer verfeindeten Bande Polizeibeamte selbst durchsucht haben sollen, haben sich verschärft. Nach Bekanntwerden des Vorfalls stellte die Opposition Fragen zur Sicherheitslage, während die Regierung ihn als Teil der „üblichen Vorgehensweise“ beschrieb.

Laut einem in sozialen Medien kursierenden Video erlaubten Mitglieder der Sonu-Monu-Bande Polizeibeamten den Zutritt zu einem Haus zur Inspektion erst, nachdem sie diese selbst durchsucht hatten. Ein Minister der Regierung von Bihar versuchte, die Aktion unter Verweis auf Vorschriften zu rechtfertigen.

Die politische Rhetorik zu diesem Thema hat sich verschärft. Oppositionsparteien behaupten, der Vorfall spiegele den wachsenden Einfluss von Kriminellen und administrative Schwäche im Bundesstaat wider. Sie argumentieren, dass es ein ernstes Zeichen für die Rechtsstaatlichkeit sei, wenn Kriminelle oder Bandenmitglieder selbst Polizeibeamte durchsuchten.

Die Regierung und einige Minister hingegen erklärten, Durchsuchungsverfahren würden im Rahmen von Sicherheitsprotokollen oft angewendet, und der Vorfall werde falsch dargestellt. Die Kontroverse verschärfte sich weiter, nachdem der Minister erklärte: „Das sind einfach die Regeln.“ Auch in den sozialen Medien gibt es starke Reaktionen auf das Thema.

Polizeibeamte vermieden ausführliche Stellungnahmen und teilten mit, dass alle Fakten des Vorfalls untersucht würden. Zudem könnten Berichte von den zuständigen Beamten angefordert werden, um die Einhaltung von Sicherheitsvorkehrungen und -protokollen zu gewährleisten.

Politikwissenschaftler sind der Ansicht, dass das Thema Kriminalität, Banden und Politik in Bihar schon immer sensibel gewesen sei. In solchen Fällen könnten selbst kleinere Vorfälle zu großen politischen Kontroversen werden und intensive Debatten über die Rechtsstaatlichkeit auslösen.