DEPOK (22. Mai 2026) – Das indonesische Umweltministerium hat anlässlich des Internationalen Tags der Biodiversität 2026 die gemeinsamen Verpflichtungen zum nationalen Ökosystemschutz bekräftigt. Die globale Veranstaltung fand am Donnerstag (22.05.) auf dem Campus der Indonesian International Islamic University (UIII) in Depok statt und stand unter dem Motto „Lokal handeln – global wirken“.

Das Forum diente als strategischer Moment, um den Entwurf der Biodiversitätsschutzpolitik angesichts der globalen Klimakrise zu bewerten und zu stärken.

Appell für grenzüberschreitende Umweltdiplomatie

An dem hochrangigen Treffen nahmen der indonesische Umweltminister Mohammad Jumhur Hidayat, der stellvertretende Bürgermeister von Depok, Chandra Rahmansyah, der Rektor der UIII, Jamhari Makruf, sowie das diplomatische Korps mehrerer Botschafter befreundeter Staaten teil.

In seiner Grundsatzrede betonte Umweltminister Mohammad Jumhur Hidayat, dass Indonesien als eines der artenreichsten Länder der Welt (Megabiodiversität) eine enorme Verantwortung trage. Der Schutz des biologischen Reichtums könne nicht länger allein durch staatliche Vorgaben von oben erfolgen.

„Die Artenvielfalt zu erhalten ist eine absolute Priorität. Diese Aufgabe erfordert das aktive Engagement aller gesellschaftlichen Gruppen – von der jungen Generation über Medienvertreter bis hin zu Umweltorganisationen. Wir alle nutzen Ressourcen und bewohnen denselben Planeten; das Gleichgewicht des Ökosystems muss daher gemeinsam bewahrt werden“, so Jumhur Hidayat.

Nationale Umweltbilanz und konkrete Klimaschutzmaßnahmen

Der stellvertretende Bürgermeister von Depok, Chandra Rahmansyah, würdigte die Wahl seiner Stadt als Austragungsort der diesjährigen globalen Feierlichkeiten zum Tag der Biodiversität.

Zwei Kernpunkte des Biodiversitätsforums an der UIII:

  1. Bestandsaufnahme: Analyse des Fortschrittsberichts und der operativen Erfolge der von der indonesischen Regierung umgesetzten Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt.

  2. Symbolische Aktion: Gemeinsame Baumpflanzaktion von Staatsvertretern und ausländischen Delegationen als konkretes Bekenntnis zur Erweiterung der Grünflächen.

Chandra ergänzte, dass die Stadtverwaltung Depok ein unmittelbares Interesse an den Ergebnissen dieses internationalen Forums habe. Man hoffe, dass die an der UIII getroffenen Vereinbarungen in konkrete lokale Politikvorhaben umgesetzt werden könnten.

„Das langfristige Ziel ist der Aufbau einer starken Zusammenarbeit zwischen Zentralregierung, regionalen Behörden, Wissenschaft und Zivilgesellschaft – von der Planung bis zur Umsetzung –, um die Pflanzenwelt und die Biodiversität im Raum Depok dauerhaft zu schützen“, schloss Chandra.