Premierministerin Sanae Takaichi gab am 16. April bekannt, dass die Regierung ab Mai 50 Millionen medizinische Handschuhe aus den nationalen Notfallreserven freigeben wird. Dieser schnelle Schritt erfolgt als Reaktion auf Anfragen von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, die aufgrund der sich verschlechternden Lage im Nahen Osten über Engpässe bei der Beschaffung von Handschuhen berichten. Auf einer entsprechenden Ministertagung erklärte sie: „Im Gesundheitswesen dürfen wir uns keinerlei Unwägbarkeiten leisten.“

Die nationalen Notfallreserven umfassen knapp 500 Millionen medizinische Handschuhe zur Bekämpfung von Infektionspandemien. Die Regierung wird zunächst ein System aufbauen, das die Lieferung der ersten 50 Millionen Handschuhe noch im Mai ermöglicht. Abhängig von der künftigen Versorgungslage werden bei Bedarf weitere Freigaben erfolgen.

Die Premierministerin wies außerdem darauf hin, dass Komponenten für die künstliche Dialyse sowie Behälter für Blutabfälle von Importen aus Asien abhängig sind, und beauftragte die Minister, etwaige Engpässe in der Lieferkette zu beseitigen. „Stockungen in den asiatischen Lieferketten wirken sich direkt auf die Beschaffung medizinischer Güter für Japan aus“, betonte sie und kündigte ein abgestimmtes Vorgehen mit den asiatischen Ländern an.

Am 16. April wurde bekannt gegeben, dass 2.956 Einrichtungen, darunter Krankenhäuser, Pflegedienste und Hersteller, Anfragen an eine zentrale Informationsstelle gerichtet haben. Davon betrafen rund 1.500 Anfragen Bedenken hinsichtlich der Versorgung mit medizinischen Handschuhen.