1,6 Millionen Tonnen Altmunition aus dem Zweiten Weltkrieg rosten in der Ostsee vor sich hin. Wissenschaftler gingen davon aus, dass hier kein Leben existieren könnte, doch Aufnahmen von Tauchrobotern offenbarten eine Überraschung: Krabben, Fische, Seesterne und Anemonen leben ungestört auf diesen giftigen Bomben und Raketen. Forscher bezeichnen dies als das Tschernobyl der Meere.
Ostsee
Die Ostsee ist ein relativ junges Binnenmeer in Nordeuropa mit Brackwasser, das sich nach der letzten Eiszeit vor etwa 10.000–15.000 Jahren bildete. Historisch war sie ein entscheidender Handels- und Kulturraum, Zentrum der mittelalterlichen Hanse und oft Schauplatz regionaler Konflikte. Heute grenzen neun Länder an sie. Bekannt ist sie für ihr einzigartiges marines Ökosystem, das jedoch unter erheblichen Umweltproblemen leidet.
Zweiter Weltkrieg
Der Zweite Weltkrieg war ein globaler Konflikt von 1939 bis 1945, der die meisten Nationen der Welt in zwei militärische Bündnisse – die Alliierten und die Achsenmächte – spaltete. Er war der verheerendste Krieg der Geschichte, führte zu unvorstellbarer Zerstörung, dem Holocaust und dem Einsatz von Atomwaffen. Die Weltordnung wurde grundlegend neu gestaltet, was zur Gründung der Vereinten Nationen führte.
Tschernobyl
Tschernobyl ist eine Stadt in der nördlichen Ukraine, die als Ort der Nuklearkatastrophe von 1986 im dortigen Kernkraftwerk bekannt wurde. Der Super-GAU in Reaktor 4 verursachte eine massive radioaktive Kontamination, zwang zur dauerhaften Evakuierung des Umlands und schuf eine Sperrzone. Heute sind die verlassene Stadt und das Kraftwerk eine eindringliche Mahnstätte sowie ein Ziel für Forschung und kontrollierten Tourismus.