Michael Biswas, der unter dem Namen Saurav Biswas lebte, in North 24 Parganas festgenommen; Polizei vermutet Mittelsmann in größerer Verschwörung
Die Cybercrime-Einheit und die städtische Kriminalpolizei haben die Bombendrohungen per E-Mail aufgeklärt, die über 40 Schulen zum Ziel hatten. Nach Tagen technischer Überwachung und länderübergreifender Koordination nahmen die Ermittler den 30-jährigen Michael Biswas fest. Der gebürtige Bangladescher lebte seit 2021 unter dem Alias Saurav Biswas in North 24 Parganas, Westbengalen.
Hohe Polizeibeamte bestätigten, dass Biswas die E-Mails zwar mutmaßlich verschickt habe, die Ermittler jedoch davon ausgehen, dass er nur als „Mittelsmann“ handelte – ein digitaler Auftragnehmer der eigentlichen Drahtzieher.
Bei dem Beschuldigten beschlagnahmte die Polizei 3 CPUs, 5 Festplatten, 5 Mobiltelefone und einen WLAN-Router.
„Ein wichtiger Durchbruch“
Ein leitender Polizeibeamter sagte: „Die städtische Cyber-Einheit und die Kriminalpolizei haben lange an diesem Fall gearbeitet. Dies ist ein wichtiger Durchbruch, da die Mails landesweit verschickt wurden. Wir stehen nun mit unseren Kollegen in anderen Bundesstaaten in Kontakt, um das gesamte Netzwerk zu zerschlagen.“
Der Beschuldigte wurde dem Gericht vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft argumentierte, Biswas stehe mutmaßlich hinter mehreren solcher Mails an Regierungsstellen und Schulen im ganzen Land. Das Gericht ordnete Untersuchungshaft an. Die beschlagnahmten Geräte werden nun forensisch analysiert, um mögliche Verbindungen zu einem größeren Netzwerk aufzudecken.
Drohmails beriefen sich auf Khalistan-Terroristen
Die E-Mails wurden über die Adressen sarinalovenzo80@gmail.com und rhoniqee20@gmail.com an rund 40 Schulen in Ahmedabad Stadt, Ahmedabad Land und Gandhinagar verschickt. Die Mails drohten, Schulgebäude in die Luft zu sprengen, und nannten die Namen prominenter Politiker. Eine Nachricht lautete: „Gujarat wird Khalistan.“
Die Drohungen lösten Panik unter Eltern, Schülern und Schulleitungen aus. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden verschärft und großflächige Überprüfungen auf den Schulgeländen durchgeführt.
Technische Spur führt nach Westbengalen
Die Ermittler verfolgten die digitalen Spuren durch IP-Adressen-Analyse und Mobilfunknummern-Ortung. Die Spur führte nach North 24 Parganas in Westbengalen, von wo aus Biswas mit Hilfe der örtlichen Polizei festgenommen wurde. Er wurde einem örtlichen Gericht vorgeführt und mit einem Überstellungsbeschluss nach Ahmedabad gebracht.
Größere Verschwörung wird vermutet
Die Ermittler haben herausgefunden, dass Biswas mutmaßlich von einer Gruppe angesprochen wurde, um Massen-E-Mails zu versenden. Die Ermittlungen dauern an.