Das äthiopisch-japanische Wirtschaftsforum hat mit breiter Beteiligung von Geschäftsleuten und Beamten beider Länder begonnen. Es soll die wirtschaftliche Zusammenarbeit vertiefen und neue Investitionsmöglichkeiten eröffnen.

An dem Forum nahm eine hochrangige japanische Handelsdelegation mit mehr als 50 Unternehmensvertretern aus verschiedenen Branchen teil. Auf äthiopischer Seite waren der Minister für Handel und regionale Integration, der Kommissar der Investitionskommission und der Generaldirektor für Angelegenheiten des Nahen Ostens, Asiens und des Pazifiks anwesend.

Das Programm umfasste Präsentationen zu Investitions-, Handels- und Produktionsmöglichkeiten in Äthiopien. Dabei wurden die Gesetze und Vorschriften für Finanzen und Devisen für ausländische Investoren detailliert erläutert und das vielversprechende Potenzial des äthiopischen Marktes hervorgehoben.

Ziel des Forums ist es, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu stärken, das Volumen der Direktinvestitionen zu erhöhen und die Kooperation zwischen den Privatsektoren beider Länder auszubauen.

Stimmen der Teilnehmer:

Der führende Exportförderungsexperte im Ministerium für Handel und regionale Integration betonte die Kontinuität der Handelsbeziehungen: „Wirtschaftsberichte zeigen, dass die Handelsbilanz derzeit zugunsten Japans ausfällt. Das Gesamtvolumen ist in den letzten Jahren leicht zurückgegangen. Unsere Exporte nach Japan konzentrieren sich vor allem auf Bereiche wie Kaffee und Textilien.“ Er fügte hinzu: „Es gibt vielversprechende Chancen für japanische Unternehmen in den Bereichen Technologie, Bergbau und Logistik“, und bestätigte die Bemühungen der Regierung, die unterstützende Infrastruktur für diese Sektoren zu verbessern.

Der Erste Berater im Industrieministerium erläuterte: „Die aktuelle Strategie konzentriert sich darauf, durch ein ehrgeiziges Wirtschaftsreformprogramm ein förderliches Umfeld für private Investitionen zu schaffen.“ Diese Reformen hätten 2024 zu Direktinvestitionen von rund 4 Milliarden US-Dollar geführt, vor allem in der verarbeitenden Industrie und im Energiesektor. „Jüngste Währungsreformen, einschließlich der Liberalisierung des Wechselkurses, zielen darauf ab, die Exporte zu steigern und mehr ausländische Investoren anzuziehen.“

Der Erste Berater im Finanzministerium analysierte die Wirtschaftsleistung: „Unsere Wirtschaft hat dank einer umsichtigen Finanzpolitik und struktureller Reformen aufeinanderfolgende globale Schocks verkraftet. Unsere Indikatoren zeigen eine stetige Verbesserung: Die Exporte sind auf etwa 8 Milliarden US-Dollar gesprungen, wir erreichen ein erwartetes BIP-Wachstum von 9,2 % in diesem Jahr, und die Inflation ist auf einstellige Werte gesunken. Diese Leistung spiegelt die Stärke der verfolgten Wirtschaftspolitik wider.“

Abschließend gab der Direktor der Statistikabteilung der Nationalbank Äthiopiens einen Überblick über die wichtigsten Finanzreformen: „Wir haben ein umfassendes Reformpaket zur Verbesserung des Investitionsklimas umgesetzt. Der Wechselkurs wird nun marktbasiert bestimmt, und wir erlauben die freie Eröffnung von Devisenkonten. Diese Maßnahmen beseitigen historische Hindernisse und bekräftigen Äthiopiens Entschlossenheit, ein transparentes, für globales Kapital attraktives Finanzsystem aufzubauen.“

Dieses Forum markiert einen wichtigen Wendepunkt in den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Die offiziellen Stellungnahmen spiegeln einen starken politischen Willen beider Seiten wider, die Partnerschaft in konkrete Investitionsmöglichkeiten umzuwandeln. Angesichts der mutigen Reformen in Addis Abeba und dem wachsenden Interesse aus Tokio sind die Aussichten vielversprechend, ein neues Kapitel der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu schreiben.