Trump droht Iran erneut wegen Unruhen: Bei weiteren Toten droht „harter Schlag“ – Irans Oberster Führer schwört, sich dem Feind nicht zu beugen

Am 8. Januar hat der ehemalige US-Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit den Unruhen im Iran erneut mit einem militärischen Schlag gedroht. Sollte es weitere Todesopfer geben, würden die USA einen „harten Schlag“ gegen Iran führen, so Trump. In einem Interview erklärte er, die USA beobachteten die Lage im Iran genau. Er sei sich zwar unsicher, „ob es notwendig sei, eine bestimmte Person zur Rechenschaft zu ziehen“, doch sollten die iranischen Behörden eine direkte Verantwortung für den Tod von Protestierenden tragen, „werden sie einen hohen Preis zahlen“. Berichten zufolge gab es bei den Unruhen in mehreren Regionen des Landes bereits Tote und Verletzte. Bereits am 2. Januar hatte Trump mit einem Eingreifen gedroht. Als Reaktion darauf hielt Irans Oberster Führer, Ayatollah Ali Khamenei, am 3. Januar eine Rede, in der er schwor, sich „niemals dem Feind zu beugen“.

Porträt von Irans Oberstem Führer Ali Khamenei

Hintergrund: Iran

Der Iran, historisch als Persien bekannt, ist ein Staat in Westasien mit einer der ältesten kontinuierlichen Zivilisationen der Welt, die bis zu den elamischen Königreichen im 4. Jahrtausend v. Chr. zurückreicht. Das Land beherbergt zahlreiche UNESCO-Welterbestätten, darunter die alte Hauptstadt Persepolis, das zeremonielle Zentrum des von Kyros dem Großen im 6. Jahrhundert v. Chr. gegründeten Achämenidenreiches. Das reiche kulturelle Erbe des Irans spiegelt sich noch heute in seiner Architektur, Dichtkunst und seinen Traditionen wider, die durch seine Schlüsselrolle an der Seidenstraße und seine aufeinanderfolgenden Großreiche geprägt wurden.