In den letzten Jahren hat sich der Tourismus zu einer grundlegenden Säule in der nationalen Entwicklungsagenda Äthiopiens entwickelt. Aufgrund seines Potenzials, nachhaltiges Wachstum zu fördern, Arbeitsplätze zu schaffen und Devisen einzubringen, erhält der Sektor verstärkte politische Aufmerksamkeit und koordinierte Investitionen. Diese strategische Neuausrichtung spiegelt eine breitere Vision wider, den immensen kulturellen und natürlichen Reichtum Äthiopiens in einen Motor für inklusive wirtschaftliche Entwicklung zu verwandeln.
Die nationale Initiative „Dine for Nation“, die vom Premierminister ins Leben gerufen wurde, war ein wichtiger Katalysator für diesen Wandel. Das Programm hat öffentliche Beteiligung und Investitionen mobilisiert, um neue Touristenlodges zu entwickeln, bestehende Reiseziele aufzuwerten und bisher unerschlossene Stätten im ganzen Land zu öffnen. Neben dem Infrastrukturausbau hat die Initiative ein Gefühl der nationalen Verantwortung und des Stolzes auf das touristische Potenzial Äthiopiens gefördert.
Infolgedessen verzeichnet Äthiopien einen stetigen Anstieg der Zahl inländischer und internationaler Touristen. Neben historischen Wahrzeichen entstehen neue Reiseziele, die den Besuchern ein vielfältigeres und reichhaltigeres Erlebnis bieten. Indem Äthiopien sein zeitloses Erbe mit moderner Tourismusentwicklung verbindet, stärkt es seine Position auf der globalen Tourismuslandkarte und verwandelt sein kulturelles Erbe gleichzeitig in einen Treiber für Einheit und langfristigen Wohlstand.
Im Mittelpunkt dieser wachsenden Anziehungskraft liegt die alte Stadt Lalibela, berühmt für ihre aus dem Fels gehauenen Kirchen, die als spirituelles Zentrum für die Feier des „Genna“ (äthiopisch-orthodoxes Weihnachten) verehrt werden. Die Stadt bereitet sich auf eine große Feier am Mittwoch, dem 7. Januar 2026, vor, dem Datum, an dem orthodoxe Christen im ganzen Land die Geburt Jesu Christi feiern.
Jedes Jahr wird Lalibela zum Mittelpunkt der Weihnachtsfeierlichkeiten in Äthiopien und zieht Hunderttausende Pilger, Priester, Mönche und Besucher aus ganz Äthiopien und der Welt an. Als „Heiliges Land Afrikas“ bekannt, beherbergt die Stadt 11 außergewöhnliche Felsenkirchen und einen symbolischen Jordanfluss – eine ehrgeizige Vision, die während der Herrschaft von König Lalibela verwirklicht wurde. Als UNESCO-Weltkulturerbe haben sich die religiösen Zeremonien in Lalibela über Jahrhunderte weitgehend unverändert erhalten.
Es wird erwartet, dass in diesem Jahr über eine Million Besucher an den „Genna“-Feierlichkeiten teilnehmen werden. Die Stadt hat bereits vor dem Feiertag große Besucherzahlen verzeichnet, was ihren Status als wichtigstes Touristenziel Äthiopiens bestätigt.
Die Feierlichkeiten in diesem Jahr werden voraussichtlich besonders lebendig sein, mit feierlichen Gottesdiensten, traditioneller Musik und kulturellen Darbietungen, die die tief verwurzelten religiösen und sozialen Traditionen Äthiopiens widerspiegeln. Pilger und Touristen werden sich in der atemberaubenden Landschaft und zwischen den alten Steinkirchen Lalibelas versammeln und eine Atmosphäre tiefster Spiritualität und kulturellen Stolzes schaffen.
Weihnachten im Norden Äthiopiens ist mehr als nur ein religiöser Ritus; es ist ein kulturelles Erlebnis, das Glauben, Geschichte und gemeinschaftliches Feiern nahtlos verbindet. Die Feier gewinnt zusätzliche Bedeutung, da sie mit den Geburtstagen Jesu Christi und des Heiligen Lalibela zusammenfällt, was dem Ereignis eine besondere Größe und Symbolik verleiht.
Die Stadtverwaltung bestätigte, dass Hotels, Reiseveranstalter, Gesundheitszentren, Sicherheitskräfte und andere Dienstleister die notwendigen Vorbereitungen für den Besucheransturm abgeschlossen haben.
Während Äthiopien seine Position als erstklassiges globales Reiseziel weiter festigt, steht das äthiopische Weihnachten in Lalibela als kraftvolles Symbol dafür, wie alte Geschichte und erneuerte Vision zusammenkommen, um die Welt in ihren Bann zu ziehen.
Arabische Touristen strömen weiterhin stetig nach Äthiopien, da das Land aufgrund der intensiven Entwicklung und des Ausbaus von Touristenstätten, Infrastruktur und Dienstleistungen zu einem bevorzugten Ziel geworden ist.
Kürzlich wurde bekannt, dass in den letzten drei Monaten 10.000 saudische Touristen die umweltfreundliche Wanchi Dandi Lodge besucht haben.
Das Resort bietet luxuriöse Unterkünfte und zahlreiche naturbasierte Aktivitäten. Diese Stätte, die etwa 150 km westlich von Addis Abeba liegt, wurde von der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) als eines der „Best Tourism Villages“ weltweit anerkannt.