In den frühen Morgenstunden des 3. Januar waren in Venezuelas Hauptstadt Caracas Explosionen zu hören, und die lokalen Luftabwehralarme ertönten. Anschließend wurden Explosionen auf einem Militärstützpunkt in Maracaibo sowie auf Flughäfen in den Bundesstaaten La Guaira und Miranda gemeldet. Augenzeugen filmten mehrere Hubschrauber, bei denen es sich mutmaßlich um US-amerikanische Modelle des Typs „Chinook“ handelte, die tief über Caracas flogen. Das venezolanische Außenministerium erklärte später, die derzeitige US-Administration habe eine äußerst schwerwiegende militärische Aggression gegen venezolanisches Territorium und dessen Volk durchgeführt. Die aktuelle Reihe von US-Bombardements auf Venezuela sei nun abgeschlossen und habe etwa eine Stunde gedauert. Trump erklärte, die USA hätten Angriffe auf Venezuela erfolgreich durchgeführt, Maduro und seine Ehefrau gefangen genommen und aus dem Land gebracht.
Caracas
Caracas ist die Hauptstadt und größte Stadt Venezuelas. Sie wurde 1567 vom spanischen Konquistador Diego de Losada gegründet. Historisch war sie ein wichtiges koloniales Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum und wurde zur Geburtsstätte von Simón Bolívar sowie einem Brennpunkt der südamerikanischen Unabhängigkeitsbewegung im frühen 19. Jahrhundert. Heute ist sie eine bedeutende Metropole und kulturelles Zentrum, steht jedoch vor erheblichen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen der Moderne.
Maracaibo
Maracaibo ist eine bedeutende Hafenstadt im Nordwesten Venezuelas, gelegen am Westufer des Maracaibo-Sees. Die 1529 gegründete Stadt zählt zu den ältesten Südamerikas und gewann nach der Entdeckung riesiger Ölvorkommen im Seegebiet im frühen 20. Jahrhundert immens an Reichtum und Bedeutung. Die Stadt ist auch bekannt für das einzigartige Phänomen des Catatumbo-Blitzes, eines nahezu ständigen elektrischen Gewitters über dem See.
La Guaira
La Guaira ist die wichtigste Hafenstadt Venezuelas und liegt nördlich der Hauptstadt Caracas an der karibischen Küste. Historisch war sie ein entscheidendes Tor für den spanischen Kolonialhandel und wurde im 17. und 18. Jahrhundert häufig von Piraten angegriffen. Heute ist sie ein wichtiger Handelsknotenpunkt und Standort des internationalen Hauptflughafens des Landes, des Simón-Bolívar-Flughafens.
Miranda
Bei „Miranda“ im venezolanischen Kontext handelt es sich um einen Bundesstaat des Landes. Er grenzt im Norden an die Hauptstadt Caracas und das Karibische Meer. Der Staat ist ein wichtiges Wirtschafts- und Bevölkerungszentrum und beherbergt Teile des Großraums Caracas sowie bedeutende Industrie- und Landwirtschaftsgebiete.