152. Generalversammlung der Interparlamentarischen Union in Istanbul eröffnet

Die 152. Generalversammlung der Interparlamentarischen Union (IPU) sowie begleitende Treffen haben in Istanbul begonnen. An der Versammlung nimmt eine Delegation des Königreichs Saudi-Arabien unter der Leitung des Vorsitzenden des Schura-Rates teil.

In einer Pressemitteilung betonte der Vorsitzende, dass die Teilnahme der saudischen Delegation an der 152. Generalversammlung der IPU eine Fortsetzung der etablierten Politik des Königreichs darstelle. Dies unterstreiche den Status und die aktive Rolle Saudi-Arabiens bei der Festigung der Grundsätze von Dialog und Verständigung sowie bei der Lösung von Fragen von gemeinsamem Interesse mithilfe der Instrumente der parlamentarischen Diplomatie.

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Er erklärte, dass das Königreich weiterhin seine zentrale Rolle bei der Unterstützung internationaler Bemühungen spiele, die auf die Förderung von Stabilität und die Verankerung der Werte von Mäßigung und friedlichem Zusammenleben abzielen. Die parlamentarische Arbeit stelle einen wichtigen Weg dar, um Standpunkte einander anzunähern und so zur nachhaltigen Entwicklung und zur Stärkung der Säulen von internationalem Frieden und Sicherheit beizutragen.

An der Versammlung nahmen die Parlamentspräsidenten aus aller Welt sowie hunderte Abgeordnete und Vertreter zahlreicher internationaler Organisationen teil.

In ihrer Eröffnungsrede betonte die Präsidentin der Interparlamentarischen Union, Tulia Ackson, die Rolle der Parlamente bei der Bewältigung globaler Krisen wie Konflikten und Klimawandel. Sie bekräftigte, dass internationale Zusammenarbeit der einzige Weg zu nachhaltigen Lösungen sei. Besonders hob sie die Bedeutung der parlamentarischen Diplomatie als wirksames Instrument hervor, um dort friedliche Lösungen zu finden, wo traditionelle diplomatische Wege gescheitert seien.

Der Präsident des türkischen Parlaments, Numan Kurtulmuş, hieß die Teilnehmer willkommen und äußerte die Hoffnung, dass die Arbeit der Konferenz unter ihrem Hauptmotto „Saat der Hoffnung säen, Frieden stiften und Gerechtigkeit für künftige Generationen sichern“ von Erfolg gekrönt sein werde.

Zur saudischen Delegation gehören neben dem Vorsitzenden des Schura-Rates auch der Generalsekretär des Rates sowie mehrere weitere Mitglieder.

Frühere Treffen der IPU-Generalversammlung

Das Treffen in Istanbul ist das 152. in der Reihe der jährlichen IPU-Versammlungen. In den vergangenen Jahren konzentrierten sich die meisten Generalversammlungen auf wiederkehrende Themen wie:

  • Förderung der parlamentarischen Diplomatie
  • Bewältigung des Klimawandels
  • Unterstützung von Frieden und Gerechtigkeit
  • Bekämpfung von Konflikten und humanitären Krisen
  • Die Rolle der Parlamente angesichts künstlicher Intelligenz und ihrer Auswirkungen auf Demokratie und Menschenrechte

Wichtige wiederkehrende Empfehlungen aus früheren Versammlungen (z. B. 148. in Genf 2024 und 150. in Taschkent 2025)

  • Stärkung des parlamentarischen Dialogs zur friedlichen Konfliktlösung
  • Unterstützung nachhaltiger Entwicklung und sozialer Gerechtigkeit
  • Bewältigung der Folgen des Klimawandels
  • Stärkung der Rolle der Parlamente beim Schutz von Demokratie und Menschenrechten

Bisherige Erfolge

  • Viele Mitgliedsparlamente haben die Empfehlungen der IPU in ihre nationalen Gesetze zu Klima und Frieden übernommen.
  • Die parlamentarische Diplomatie hat zur Unterstützung von Friedensbemühungen in Konfliktgebieten beigetragen.
  • Die Digitalisierung und der Einsatz künstlicher Intelligenz in der parlamentarischen Arbeit haben zunehmend an Bedeutung gewonnen.
  • Das Königreich hat durch seine regelmäßige Teilnahme und die Vorstellung von Initiativen in den Bereichen Frieden und Entwicklung weiterhin eine aktive Rolle gespielt.

Die Interparlamentarische Union wurde 1889 gegründet, zählt mehr als 170 nationale Parlamente zu ihren Mitgliedern und verfolgt vorrangig das Ziel, Frieden und Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu erreichen, die Rolle parlamentarischer Institutionen zu stärken und zur Bewältigung globaler Herausforderungen beizutragen.