Nordkorea kündigt vollständige Abtrennung der Verbindungswege zu Südkorea an
Das nordkoreanische Militär hat am Mittwoch angekündigt, einen „substanziellen militärischen Schritt“ zu unternehmen, um die Straßen- und Schienenverbindungen nach Südkorea vollständig zu kappen und die eigenen Grenzgebiete zu befestigen.
Der Generalstab der Koreanischen Volksarmee erklärte, man werde die Verkehrswege durchtrennen „und die entsprechenden Gebiete auf unserer Seite mit starken Verteidigungsanlagen befestigen“ – als Maßnahme zur „vollständigen Trennung“ der beiden Koreas.

Man habe das US-Militärkommando in Südkorea telefonisch über den Plan informiert, „um Fehleinschätzungen oder versehentliche Zusammenstöße zu vermeiden“.
Die Ankündigung erfolgt, während Nordkorea seine feindselige Rhetorik gegenüber Südkorea weiter verschärft. In den vergangenen Monaten hatte Machthaber Kim Jong Un die innerkoreanischen Beziehungen als Beziehungen zwischen „zwei feindlichen Staaten“ definiert und das jahrzehntelange nationale Ziel der Versöhnung aufgegeben.
Bereits im Januar hatte Nordkorea angekündigt, das Denkmal in Pjöngjang abzubauen, das die Hoffnung auf Wiedervereinigung symbolisierte.
Koreanische Volksarmee
Die Koreanische Volksarmee (KVA) ist die Streitmacht Nordkoreas, offiziell gegründet am 8. Februar 1948 aus einer Guerillatruppe, die gegen die japanische Kolonialherrschaft kämpfte. Sie spielte eine zentrale Rolle im Koreakrieg (1950–1953) und bleibt ein wichtiges Symbol der Staatsideologie und Verteidigung unter der Führung der Kim-Dynastie. Heute ist die KVA eine der größten stehenden Armeen der Welt, die stark auf Landesverteidigung und innere Kontrolle ausgerichtet ist.
Pjöngjang
Pjöngjang ist die Hauptstadt und größte Stadt Nordkoreas mit einer über 2.000-jährigen Geschichte als alte Hauptstadt des Goguryeo-Königreichs. Nach dem Koreakrieg (1950–1953) weitgehend wiederaufgebaut, ist die Stadt heute geprägt von monumentaler sozialistischer Architektur, darunter der Juche-Turm und der Kim-Il-sung-Platz. Pjöngjang dient als politisches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes, wobei der Zugang für ausländische Besucher weiterhin stark eingeschränkt ist.
Südkorea
Südkorea, offiziell die Republik Korea, ist eine lebendige ostasiatische Nation mit einer Jahrtausende alten Geschichte – von den alten Königreichen Goguryeo, Baekje und Silla bis zur Joseon-Dynastie. Im 20. Jahrhundert entwickelte es sich aus der japanischen Kolonialzeit und dem Koreakrieg zu einem globalen Vorreiter in Technologie, Popkultur (K-Pop, K-Dramen) und wirtschaftlicher Entwicklung. Heute spiegeln Kulturstätten wie der Gyeongbokgung-Palast in Seoul, die historische Stadt Gyeongju und die DMZ eine reiche Mischung aus Tradition und Moderne wider.
Koreanische Volksarmee
Die Koreanische Volksarmee (KVA) ist die Streitmacht Nordkoreas, gegründet am 8. Februar 1948 unter der Führung von Kim Il-sung. Sie entstand aus anti-japanischen Guerillaeinheiten und wurde mit sowjetischer Unterstützung offiziell aufgestellt. Sie spielte eine zentrale Rolle im Koreakrieg (1950–1953) und in der anschließenden Verteidigungsstrategie des Landes. Heute bleibt sie ein wichtiges Symbol der nordkoreanischen Juche-Ideologie und der Politik der militärischen Priorität.
Pjöngjang
Pjöngjang ist die Hauptstadt und größte Stadt Nordkoreas mit einer über 2.000-jährigen Geschichte als alte Hauptstadt des Goguryeo-Königreichs. Nach dem Koreakrieg (1950–1953) wiederaufgebaut, ist die Stadt bekannt für ihre monumentale sozialistische Architektur, darunter den Juche-Turm und den Kim-Il-sung-Platz, sowie für ihre stark kuratierten und kontrollierten öffentlichen Räume, die die politische Ideologie des Landes widerspiegeln. Heute dient sie als politisches, wirtschaftliches und kulturelles Herz der Nation, wobei der Zugang für Ausländer weiterhin stark eingeschränkt ist.
Goguryeo-Königreich
Das Goguryeo-Königreich war eines der Drei Königreiche Koreas und existierte von 37 v. Chr. bis 668 n. Chr. in den nördlichen und zentralen Teilen der Koreanischen Halbinsel und der Mandschurei. Bekannt für seine militärische Stärke und einzigartige Kultur, verteidigte es sein Gebiet entschlossen gegen chinesische Invasionen, insbesondere während der Goguryeo-Sui-Kriege. Sein Erbe wird durch archäologische Stätten und Gräber bewahrt, von denen viele zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören und kunstvolle Wandmalereien mit Darstellungen des Alltagslebens und spiritueller Vorstellungen aufweisen.
Juche-Turm
Der Juche-Turm, offiziell als Turm der Juche-Idee bekannt, ist ein monumentales Granitbauwerk in Pjöngjang, Nordkorea, das 1982 zum 70. Geburtstag des Gründers Kim Il-sung fertiggestellt wurde. Er ist 170 Meter hoch, symbolisiert die Juche-Ideologie der Selbstständigkeit und wird von einer 20 Meter hohen Fackel gekrönt, die nachts leuchten kann. Der Turm wurde am Ufer des Taedong-Flusses erbaut und bildet oft eine Einheit mit dem nahegelegenen Kim-Il-sung-Platz. Er dient als wichtiges Wahrzeichen in der Propagandalandschaft der Hauptstadt.
Kim-Il-sung-Platz
Der Kim-Il-sung-Platz ist ein großer öffentlicher Platz in Pjöngjang, Nordkorea, benannt nach dem Gründungsführer des Landes. Er wurde in den 1950er-Jahren errichtet und dient als zentraler Ort für wichtige nationale Veranstaltungen, darunter Militärparaden, Massenkundgebungen und politische Feierlichkeiten. Der Platz ist historisch bedeutsam als Symbol des nordkoreanischen Regimes und seines Personenkults und taucht häufig in der staatlichen Propaganda auf.