Der Allgemeine Meteorologische Dienst hat Details zu den erwarteten Wetterbedingungen bekanntgegeben und warnt vor anhaltend sehr kaltem Wetter sowie mehreren Wetterphänomenen, die die meisten Landesteile betreffen.

Wetter heute

Von 2 Uhr bis 10 Uhr morgens kann sich dichter Wasserdunst bilden – von Gebieten im Norden der Republik über Groß-Kairo und Nord-Oberägypten bis hin zum zentralen Sinai. Stellenweise kann dies zu Nebel führen, wodurch die Sicht auf den Straßen beeinträchtigt wird.

Das Wetter ist in den frühen Morgenstunden sehr kalt, wird tagsüber warm und geht in den meisten Gebieten nachts wieder in sehr kalte Temperaturen über. In Teilen von Nord-Oberägypten, dem zentralen Sinai und der Westlichen Wüste kann es zu Bodenfrost auf landwirtschaftlichen Flächen kommen.

Wetter morgen

Morgen früh ist es sehr kalt, tagsüber wird es relativ mild. Die Höchsttemperatur in Groß-Kairo wird bei 19 °C erwartet. An den nordöstlichen Küsten und im nördlichen Nildelta fällt zeitweise leichter, stellenweise mäßiger Regen. An den nordwestlichen Küsten gibt es leichte Schauer. Die Warnung vor dichtem Wasserdunst auf einigen Landstraßen, Autobahnen und in der Nähe von Gewässern bleibt bestehen.

Temperaturen

Die vorhergesagten Höchst- und Tiefstwerte im Überblick:

  • Kairo: Max. 19 °C – Min. 10 °C
  • Alexandria: Max. 19 °C – Min. 11 °C
  • Gizeh: Max. 20 °C – Min. 9 °C
  • Qalyubia: Max. 19 °C – Min. 10 °C
  • Dakahlia: Max. 20 °C – Min. 10 °C
  • Sharqia: Max. 19 °C – Min. 9 °C
  • Kafr El Sheikh: Max. 19 °C – Min. 10 °C
  • Gharbia: Max. 19 °C – Min. 10 °C
  • Monufia: Max. 19 °C – Min. 9 °C
  • Port Said: Max. 19 °C – Min. 12 °C
  • Ismailia: Max. 20 °C – Min. 9 °C
  • Suez: Max. 19 °C – Min. 10 °C
  • Faiyum: Max. 20 °C – Min. 7 °C
  • Beni Suef: Max. 20 °C – Min. 7 °C

Kairo

Kairo ist die weitläufige Hauptstadt Ägyptens. Sie wurde 969 n. Chr. von der fatimidischen Dynastie in der Nähe der altägyptischen Hauptstadt Memphis gegründet. Die Stadt beherbergt historische islamische Viertel, das Ägyptische Museum und die nahe gelegenen Pyramiden von Gizeh, die über 4500 Jahre alt sind. Kairo ist seit langem ein wichtiges politisches und kulturelles Zentrum der arabischen Welt.

Alexandria

Alexandria ist eine bedeutende Hafenstadt an der ägyptischen Mittelmeerküste, die 331 v. Chr. von Alexander dem Großen gegründet wurde. In der Antike war sie berühmt für ihren legendären Leuchtturm (eines der Sieben Weltwunder) und ihre Große Bibliothek, ein Zentrum hellenistischer Gelehrsamkeit. Heute ist sie ein lebendiges Kulturzentrum, in dem moderne Wahrzeichen neben antiken Ruinen wie den römischen Katakomben von Kom el Shoqafa stehen.

Gizeh

Das Gizeh-Plateau am Rande von Kairo ist eine UNESCO-Welterbestätte, berühmt für seine ikonischen Pyramiden der 4. Dynastie – darunter die Cheops-Pyramide –, die um 2580–2560 v. Chr. als monumentale Grabstätten für Pharaonen erbaut wurden. Die Stätte umfasst auch die Große Sphinx, eine kolossale Kalksteinstatue mit dem Körper eines Löwen und dem Kopf eines Pharaos. Diese Bauwerke repräsentieren den Höhepunkt altägyptischer Ingenieurskunst und Jenseitsvorstellungen.

Sinai

Sinai ist eine dreieckige Halbinsel in Ägypten, die Afrika und Asien verbindet. Sie ist historisch bedeutsam als Ort, an dem Moses nach biblischer Überlieferung am Berg Sinai die Zehn Gebote empfing. Sie war jahrtausendelang ein Knotenpunkt alter Handelsrouten und ein Ort von strategischer und religiöser Bedeutung. Heute ist sie bekannt für ihre karge Wüstenlandschaft, Rote-Meer-Resorts und das am Fuße des Berges gelegene Katharinenkloster.

Westliche Wüste

Die Westliche Wüste ist eine weite, trockene Region in Teilen Ägyptens, Libyens und des Sudans, die historisch von nomadischen Berbern und Beduinen bewohnt wurde. Sie ist bekannt für ihre dramatischen Landschaften aus Sandmeeren, Felsplateaus und Oasen, die seit Jahrtausenden als wichtige Handels- und Migrationsrouten dienten. Zu den bedeutenden historischen Stätten gehören die Oase Siwa, bekannt für das Orakel des Amun, das Alexander der Große besuchte, und das Gilf-Kebir-Plateau mit seinen prähistorischen Höhlenmalereien.

Nildelta

Das Nildelta ist das fruchtbare, dreieckige Mündungsgebiet des Nils, wo der Fluss ins Mittelmeer fließt. Historisch war es die Wiege der altägyptischen Zivilisation und bot reiches Ackerland, das große Städte versorgte. Nach der Gründung Alexandrias 331 v. Chr. wurde es zu einem entscheidenden Zentrum hellenistischer Kultur.

Kanalstädte

Im ägyptischen Kontext bezieht sich der Begriff „Kanalstädte“ typischerweise auf die Städte entlang des Suezkanals, wie Port Said, Ismailia und Suez. Diese Städte wurden im Zusammenhang mit dem Bau und Betrieb des Kanals im 19. und 20. Jahrhundert gegründet oder stark ausgebaut und sind wichtige Häfen und logistische Zentren für den globalen Schiffsverkehr.

Port Said

Port Said ist eine bedeutende ägyptische Stadt und ein Seehafen am nördlichen Zugang zum Suezkanal, wo dieser auf das Mittelmeer trifft. Sie wurde 1859 während des Kanalbaus gegründet und nach Khedive Said Pascha benannt. Sie wuchs schnell zu einer vitalen Kohlenstation und kosmopolitischen Handelsdrehscheibe heran. Ihre strategische Lage machte sie historisch bedeutsam für den globalen Seehandel und zum Brennpunkt während militärischer Konflikte, wie der Suez-Krise von 1956.