Der Drogenhandel in Surabaya bleibt eine ernste Bedrohung. Von den 154 Stadtteilen in 31 Bezirken weisen zwei die höchste Gefährdungsrate auf: Balongsari im Bezirk Tandes und Benowo.

Diese beiden Gebiete werden aufgrund steigender Drogenhandelsaktivitäten als „gefährdet“ eingestuft. Die meisten anderen Stadtteile behalten hingegen ihren „Wachsam“- oder „Sicher“-Status.

Diese Erkenntnisse wurden in einer behördenübergreifenden Diskussion in Surabaya vorgestellt, an der die örtliche Narcotics Agency (BNN), die Abteilung für Bevölkerungsfragen, Frauenförderung und Kinderschutz (DP3A) sowie weitere beteiligte Institutionen teilnahmen.

Demnach fallen laut dem für 2024 erhobenen und Anfang 2025 veröffentlichten Drogengefährdungsindex (IKRN) nur zwei Stadtteile in die Kategorie „gefährdet“.

„Wir befragten Stadtteilvorsteher, militärische und polizeiliche Gemeindebetreuer sowie 30 Einwohner je Stadtteil. Die Ergebnisse zeigen, dass Balongsari und Benowo weiterhin als gefährdet gelten. Allerdings wird kein Gebiet als rot oder gefährlich eingestuft“, wurde betont.

Ergänzend hieß es, diese Befunde würden auch durch nachrichtendienstliche Daten der Polizei gestützt. In mehreren anderen Gebieten wie Sawahan und Sidotopo mehren sich zudem die Anzeichen für wachsenden Drogenhandel.

Das größte Problem bleibt die geringe Beteiligung der Gemeinschaft an Präventionsmaßnahmen.

Seitens der Prävention wurde die Bedeutung des Programms „Frauen- und kinderfreundliches Dorf“ (KAS-RPA) hervorgehoben. Dieses Programm zielt darauf ab, ein förderlicheres Umfeld zu schaffen und gleichzeitig verschiedene soziale Probleme wie Kinderehen, Jugendkriminalität und Drogenmissbrauch einzudämmen.

„Wir wollen, dass jedes Dorf ein Lesedorf, ein Kreativdorf, ein Gesundheitsdorf und ein drogenfreies Dorf wird. Unser Ziel ist es in diesem Jahr, 300 Schulen durch Aufklärungsarbeit mit Psychologen und der BNN zu erreichen“, erläuterte ein Vertreter.

Gleichzeitig wurde die psychologische Verfassung von Kindern, die für Drogenmissbrauch anfällig sind, thematisiert.

„Wenn Kinder nicht die nötige Zuwendung erhalten, neigen sie dazu, in Drogen oder Alkohol Zuflucht zu suchen. Wenn die Selbstregulation schwach ist und die Familienkommunikation nicht klar verläuft, steigt das Suchtrisiko. Laut Daten hatten sogar 100 Prozent der festgenommenen Kinder Alkohol und Drogen konsumiert“, hieß es.

In der Diskussion waren sich alle Teilnehmer einig, dass Drogenprävention nicht von einer einzelnen Instanz allein bewältigt werden kann. Erforderlich ist eine Synergie zwischen Strafverfolgungsbehörden, Regierung, Schulen, Gemeinschaften und insbesondere Familien.

Durch das Engagement der Gemeinschaft soll in Surabaya der Handlungsspielraum für Händler eingeschränkt und die jüngere Generation vor der Drogengefahr geschützt werden.