Am frühen Sonntagmorgen (24.8.2025) herrschte im Stadtteil Embong Malang in Surabaya eine angespannte Lage. Zwei Gruppen lieferten sich gewalttätige Auseinandersetzungen mit scharfen Waffen, Steinen und Holzstöcken. Infolgedessen wurde eine Person schwer verletzt und der Verkehrsfluss kam vollständig zum Erliegen.
Der Vorfall zog umgehend die Aufmerksamkeit des Vorsitzenden von Kommission A des Surabaya DPRD, Yona Bagus Widyatmoko, auf sich. Der Politiker von der Gerindra-Partei vertrat die Ansicht, die Zusammenstöße hätten von Anfang an verhindert werden können, wenn es Früherkennungsmaßnahmen der Stadtverwaltung, insbesondere durch die Agentur für nationale Einheit und Politik (Bakesbangpol), gegeben hätte.
„Bakesbangpol muss aktiver werden, um Anzeichen für gesellschaftliche Reibungen zu erkennen. Bei Hinweisen auf Konfliktpotential muss sofort mit Beamten und Gemeindevorstehern koordiniert werden, damit sich dies nicht zu einem offenen Konflikt auswächst“, betonte er am Montag (25.8.2025).
Seiner Meinung nach darf sich die Regierung nicht erst zeigen, wenn bereits Unruhen ausgebrochen sind. Viel wichtiger sei es, Präventionsmaßnahmen zu verstärken und eine intensive Kommunikation mit den Bürgern aufzubauen.
„Bakesbangpol muss als neutrale Brücke fungieren. Vermittlung und Dialog sind der Schlüssel, damit sich die Bewohner nicht leicht provozieren lassen und eigenmächtig handeln“, so Widyatmoko.
Er wies auch auf die Ironie hinter diesen Zusammenstößen hin. Während die Stadtverwaltung Surabaya das Programm „Pancasila-Dorf“ zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und des Charakters fördert, kommt es in der Innenstadt zu einer schweren Schlägerei.
„Einerseits bauen wir aktiv harmonische Pancasila-Dörfer auf. Andererseits zeigen Zusammenstöße auf der Straße die Schwäche in der Betreuung und Früherkennung sozialer Konflikte“, fügte er hinzu.
Als Großstadt, die von Menschen verschiedener Ethnien und Hintergründe bewohnt wird, ist Surabaya tatsächlich anfällig für soziale Spannungen. Daher müsse der zusammenhaltende und harmonische Charakter der „Arek Suroboyo“ kontinuierlich als soziales Kapital gepflegt werden.
„Surabaya ist eine offene Stadt, jeder ist hier. Tatsächlich kann diese Vielfalt bei guter Handhabung zu einer Stärke werden“, schloss er.
Unterdessen mussten Polizeibeamte hart arbeiten, um die beiden sich bekämpfenden Fraktionen in Embong Malang zu trennen. Obwohl die Anführer der Gruppen zum Dialog eingeladen wurden, versuchten einige aus der Menge erneut, Unruhe zu stiften.
„Alle Beteiligten wurden zur Vermittlung zusammengebracht. Wir appellieren an die Öffentlichkeit, Ruhe zu bewahren und sich nicht provozieren zu lassen“, sagte der Polizeichef von Genteng, Kompol Grandika Indera Waspada.