- 2.700 Gefangene sind aus einem Gefängnis in diesem Nachbarland Indiens entkommen; 700 werden noch vermisst
Die bangladeschische Regierung hat eine landesweite Kampagne gestartet, um die entflohenen Gefangenen wieder einzufangen, und hat die Sicherheitsbehörden angewiesen, wachsam zu bleiben. Gleichzeitig wächst der Druck auf den Gefängnisdienst, reformiert und transparent zu arbeiten.
2.700 Gefangene sind aus einem Gefängnis in diesem Nachbarland Indiens entkommen; 700 werden noch vermisst
Dhaka: Aus einem Gefängnis in einem Nachbarland Indiens sind mehr als 2.700 Gefangene entflohen. Von diesen Gefangenen sind auch Monate später etwa 700 noch nicht zurückgekehrt. Dies bereitet der Gefängnisverwaltung große Sorgen. Unter den Entflohenen befinden sich gefährliche Terroristen und brutale Kriminelle. Dieser Vorfall ereignete sich in Bangladesch.
Wie die Gefangenen entkamen
Es wurde eine schockierende Enthüllung über das bangladeschische Gefängnissystem gemacht. Der oberste Gefängnisbeamte des Landes erklärte, dass während der weitverbreiteten Proteste und Gewalt gegen die damalige Premierministerin Sheikh Hasina im Juli 2024 etwa 2.700 Gefangene aus verschiedenen Gefängnissen entkamen, von denen etwa 700 Gefangene noch nicht wiederergriffen wurden.
Viele der Entflohenen sind gefährliche Terroristen
Es wurde mitgeteilt, dass viele der entflohenen Gefangenen als extrem gefährlich gelten. Darunter sind Kriminelle, die von den Gerichten zum Tode verurteilt wurden. Zudem sind viele dieser entflohenen Gefangenen islamistische Terroristen. In einem Gespräch mit der staatlichen Nachrichtenagentur hieß es: „Unter diesen mehr als 700 entflohenen Gefangenen befinden sich mindestens neun islamistische Terroristen. Darüber hinaus sind 69 Kriminelle darunter, die zum Tode oder zu lebenslanger Haft verurteilt wurden.“
Die Suche nach den entflohenen Gefangenen läuft
Diese Angelegenheit kam im Juli des letzten Jahres im Zuge landesweiter Protestdemonstrationen und politischer Instabilität ans Licht, als in vielen Gefängnissen die Sicherheit zusammenbrach. Tausende Gefangene nutzten das Chaos zur Flucht. Diese Situation wirft ernste Fragen über die innere Sicherheit und das Gefängnissystem Bangladeschs auf. Vor fast sieben Monaten bestätigte ein Berater des Innenministeriums diese Zahlen und erklärte, dass Hunderte Gefangene noch immer auf freiem Fuß seien und die Bemühungen zu ihrer Ergreifung andauerten. Das Gefängnisdepartment behauptet jedoch, dass viele der Entflohenen Gefangene waren, deren Haftstrafen fast verbüßt waren und die freiwillig zurückkehrten, da sie keine Strafverlängerung wegen des Delikts der Flucht riskieren wollten.
Die Regierung ergriff diese Maßnahme
Nach diesem gesamten Vorfall hat die Übergangsregierung Bangladeschs damit begonnen, Schritte in Richtung einer Gefängnisreform einzuleiten. Es wurde mitgeteilt, dass die Regierung nun beschlossen hat, dass die Gefängnisse des Landes künftig „Korrektureinrichtungen“ heißen werden und die „Gefängnisbehörde“ in „Correction Services Bangladesh“ umbenannt wird. Diese Änderung sei Teil eines Prozesses umfassender Reform und Modernisierung des Gefängnissystems. Das neue vorgeschlagene Gesetz sieht unter anderem die Installation von KI-basierten CCTV-Kameras in Gefängnissen, den Einsatz von Bodycams für das Sicherheitspersonal und die Stärkung der Sicherheitsvorkehrungen rund um die Gefängnisgelände vor. Durch diese technologischen Schritte will die Regierung das Überwachungssystem in den Gefängnissen stärken, damit sich solche Vorfälle in Zukunft nicht wiederholen.