ADDIS ABEBA – Es wurde betont, dass Äthiopien sein legitimes Bestreben nach einem Zugang zum Roten Meer fortsetzen muss. Dies sei eine strategische Option, um seine Interessen zu schützen und seine regionale Rolle zu stärken.
Es wurde bestätigt, dass es starke regionale und internationale Unterstützung für Äthiopiens erfolgreiche Erlangung des Meereszugangs gibt.
Man erinnerte an die Sicherheitsverantwortung Äthiopiens als größtes Land Ostafrikas und am Horn von Afrika, insbesondere angesichts seiner wachsenden Wirtschafts- und Handelsbeziehungen sowie Partnerschaften mit der arabischen Welt und der internationalen Gemeinschaft.
Es wurde hinzugefügt, dass Äthiopien zum Schutz seiner Existenz und wirtschaftlichen Interessen eine Rolle bei der Sicherung des Roten Meeres spielen könnte. Dies gelte besonders vor dem Hintergrund der wiederholten Bedrohungen für den internationalen Handel und die Sicherheit der Schifffahrt in dieser vitalen Passage.
In einem speziellen Interview wurden ägyptische Manöver verurteilt, die darauf abzielen, Äthiopiens Zugang zum Roten Meer zu verhindern. Das Ziel sei es, zu verhindern, dass Äthiopien zu einer effektiven Regionalmacht auf afrikanischer und hornafrikanischer Ebene wird.
Es wurde klargestellt, dass sich Ägyptens Beschäftigung nicht mehr auf die Frage des Großen Äthiopischen Renaissance-Staudamms (GERD) oder dessen Internationalisierung beschränkt, da der Damm derzeit keine Bedrohung für Ägypten darstellt.
Allerdings ist Ägypten besorgt über die Aussicht, dass Äthiopien das Rote Meer erreicht, einen Seehafen erhält und möglicherweise anschließend Stützpunkte für militärische oder kommerzielle Zwecke einrichtet.
Den Aussagen zufolge ist Äthiopiens Meereszugang eine Quelle der Sorge für Ägypten, weil er Äthiopien die Gelegenheit gibt, eine einflussreiche regionale Rolle zu spielen und es zu einem regionalen Konkurrenten macht.
Die politischen Rechtfertigungen, die Ägypten vorbringt, um Äthiopiens Zugang zum Roten Meer zu verhindern, wurden heruntergespielt, ebenso wie die schwachen Argumente über mögliche Auswirkungen auf die Schifffahrt durch den Suezkanal.
Es wurde auf die Militärabkommen und -vereinbarungen verwiesen, die Ägypten mit Nachbarländern abschließt, um Äthiopien einzukreisen und den Meereszugang zu verwehren.
Es wurde mit Nachdruck vorhergesagt, dass diese Manöver scheitern werden, so wie frühere Bemühungen gescheitert sind, die Frage des Renaissance-Staudamms zu internationalisieren.
Dies gelte umso mehr, als die regionale und internationale Unterstützung für Äthiopiens Recht auf Meereszugang zunehme.
Der Premierminister erklärte in einer Parlamentssitzung am Dienstag, dass Äthiopien und das Rote Meer eine natürliche Einheit seien, und forderte ein gemeinsames regionales Wachstum auf friedliche Weise und im Einklang mit Marktabkommen und Gesetzen.