Ethiopian Observer – Addis Abeba
Die Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union hat die grauenhaften Angriffe in Kalogi, Südkordofan, auf das Schärfste verurteilt. Dabei kamen mehr als 100 Zivilisten ums Leben, darunter Dutzende Frauen und Kinder in einer Kindertagesstätte.
Wie es in der Erklärung heißt, stellt die vorsätzliche Zielrichtung auf Kinder, Lehrer, medizinisches Personal und Zivilisten, die den Verletzten helfen wollten – wie in Medienberichten geschildert – einen eklatanten Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte dar.
Die Vorsitzende zeigte sich zutiefst bestürzt über die sich wiederholenden und eskalierenden Gräueltaten an der Zivilbevölkerung in der Region. Sie äußerte zudem große Besorgnis über Berichte über anhaltende Luftangriffe, Drohnenattacken und Angriffe auf lebenswichtige zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser und Schulen.
Alle Konfliktparteien wurden aufgefordert, einen sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand umzusetzen, um das Blutvergießen zu beenden, und der Zivilbevölkerung – insbesondere Kindern, Frauen und älteren Menschen – gemäß dem Völkerrecht vollen Schutz zu gewähren.
Die Vorsitzende der AU-Kommission forderte ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe, damit die betroffenen Gemeinden lebensrettende Unterstützung erhalten können. Sie betonte die Notwendigkeit, alle Verstöße zur Rechenschaft zu ziehen, und rief zu unabhängigen Untersuchungen auf, um sicherzustellen, dass die Verantwortlichen für diese abscheulichen Taten vor Gericht gebracht werden.
Die Afrikanische Union bekundete ihre Solidarität mit dem sudanesischen Volk und bekräftigte ihr Engagement, mit regionalen und internationalen Partnern zusammenzuarbeiten, um weitere Gräueltaten zu verhindern und eine Rückkehr zu Dialog, Frieden und Stabilität zu unterstützen.