Depok – Die österreichische Regierung ergreift proaktive Maßnahmen, um ihre Partnerschaft mit Ostindonesien zu stärken. Der österreichische Botschafter in Indonesien, Thomas Loidl, unternahm einen Arbeitsbesuch in Nordmaluku (Malut), um strategische Kooperationen in der Berufsbildung und im soziokulturellen Bereich zu erkunden.

Dieser Besuch, bei dem es zu Treffen mit dem stellvertretenden Gouverneur von Malut, Samsuddin A. Kadir, und dem Sultan von Ternate, Hidayatullah Sjah, kam, soll den Grundstein für die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte und die Steigerung des Einkommens der lokalen Bevölkerung legen.

Berufsbildungsmodell mit 200 Jahren Erfahrung

Der Leiter der indonesischen Vertretung in Österreich, Alvin Saadi, erläuterte, dass das von Österreich angebotene Kooperationsmodell sich auf intensive Schulungen in technischen Bereichen wie Holzverarbeitung und Maschinenbau konzentriert, die auf den künftigen Bedarf der Industrie in Malut zugeschnitten sind.

Das österreichische Berufsbildungsmodell – das auf eine über 200-jährige Geschichte zurückblicken kann – fördert das Konzept des „Link and Match“. Der stellvertretende Gouverneur von Malut, Samsuddin A. Kadir, begrüßte dieses Angebot und sah darin einen wichtigen Impuls.

„Österreich, das für seine etwa 200-jährige Tradition im Berufsbildungssystem bekannt ist, bietet das Link-and-Match-Konzept an, um sicherzustellen, dass Absolventen über passende Qualifikationen verfügen, die den Anforderungen der globalen Industrie entsprechen“, sagte Samsuddin.

Dieses Modell zielt darauf ab, die lokalen Fachkräfte so auszurüsten, dass sie mit neuester Technologie arbeiten und den Herausforderungen der globalen Industrie gewachsen sind, was sich direkt auf die Steigerung des Arbeitnehmereinkommens auswirkt. Der Sultan von Ternate verwies sogar auf Erfolge in anderen Städten wie Medan und Makassar, wo nach dem österreichischen System zertifizierte Arbeiter (insbesondere Seeleute) erhebliche Einkommenssteigerungen verzeichneten.

Diplomatie mit historischen Wurzeln

Diese Kooperationsinitiative hat eine starke emotionale Grundlage, insbesondere für das Sultanat Ternate. Sultan Hidayatullah Sjah von Ternate begrüßte den Besuch und wies darauf hin, dass die Beziehungen zwischen Ternate und Österreich bereits seit dem Jahr 1621 bestehen, gekennzeichnet durch die Ernennung eines österreichischen Staatsbürgers namens Cornelis in Ternate, der später ein Buch über Gewürze schrieb.

Der Sultan von Ternate, der auch Mitglied des Regionalvertretungsrates für den Wahlkreis Malut ist, signalisierte seine volle Unterstützung, betonte jedoch die Bedeutung der Bereitschaft der Provinzregierung.

„Der Erfolg dieses Programms hängt stark von der Bereitschaft zur Regulierung und der proaktiven Haltung der Lokalregierung ab, die technischen Angebote der österreichischen Seite aufzugreifen“, betonte er.

Es wird gehofft, dass die Umsetzung dieser Zusammenarbeit nicht nur die Qualität der Bildung in Nordmaluku verbessert, sondern der Jugend im „Land von Moloku Kie Raha“ auch konkret den Zugang zu internationaler Beschäftigung eröffnet.