Im Mordfall an Ashwini Gaikwad und ihrem siebenjährigen Sohn Adiraj aus dem Rambaug-Viertel zeichnet sich ein neues Motiv ab. Der Bruder der verstorbenen Frau behauptet, ihr Ehemann Deepak Gaikwad habe die Tat aus zwei Gründen begangen: wegen einer Liebesaffäre mit einer Kollegin und aufgrund hoher Schulden.

Deepak Gaikwad hatte vergangenen Freitag seine Frau Ashwini Gaikwad (32) und den gemeinsamen Sohn Adiraj (7) im gemeinsamen Wohnhaus in Kalyan-Rambaug ermordet. Die Polizei nahm den Angeklagten in Sambhajinagar fest; er befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam. Der Bruder der Getöteten, Vikesh More (30), erstattete im Zuge der Ermittlungen Anzeige. Ihm zufolge hatte Deepak Gaikwad vor sieben Jahren seinen Job in Pune aufgegeben und begann, in Aktien zu investieren.

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Ausgehend von seinem Finanzwissen gründete er ein Investmentunternehmen namens Nidhi Research Firm. Deepak lockte Anleger mit hohen Zinsversprechungen und investierte deren Geld. Zusätzlich eröffnete er einen Spielzeugladen in der Rambaug Galli No. 4. Durch diese Geschäfte geriet er zunehmend in die Schuldenfalle. Wegen der finanziellen Not soll er seine Frau Ashwini gedrängt haben, Geld von ihrer Familie zu beschaffen.

Laut Aussage des Bruders wurden Deepak bereits umgerechnet rund 5.000 Euro überwiesen. Dennoch habe er Ashwini weiter geschlagen. Parallel dazu habe Deepak eine Affäre mit einer Frau in seinem Büro angefangen. Ashwini sei dies seit etwa sechs Monaten bekannt gewesen und habe von ihrem Mann verlangt, die Beziehung zu beenden. Stattdessen, so Vikesh More in der Anzeige, habe Deepak seine Frau geschlagen, weil sie sich in seine Angelegenheiten einmische. Der Bruder führt die Morde auf die hohe Verschuldung und die Liebesaffäre zurück.