Prozess um Schiffsunglück vor Shiretoko: Urteil für Juni erwartet
Der Prozess um den Untergang eines Ausflugsschiffs vor der Küste der Halbinsel Shiretoko auf Hokkaido ist abgeschlossen. Beide Seiten legten ihre jeweiligen Schlussplädoyers vor.
Die Staatsanwaltschaft argumentierte: „Unter den damaligen Wetter- und Seebedingungen war vorhersehbar, dass die KAZU I manövrierunfähig werden und eine Gefahr für Leib und Leben der Passagiere darstellen würde.“ Sie bezeichnete den Vorfall als „von Menschen verursachte Katastrophe durch jemanden, der die Verantwortung eines Betriebsleiters nicht verstand.“
Die Verteidigung entgegnete hingegen: „Die Fehlfunktion der Luke war unbekannt, und der Unfall war nicht vorhersehbar. Unter den damaligen Wetter- und Seebedingungen war es grundsätzlich möglich, in den Hafen zurückzukehren.“
Nachdem die Argumente nun gegensätzlich aufeinanderprallen, wird das mit Spannung erwartete Urteil für Juni erwartet.