Es wurde dargelegt, dass es zur Zeit des Propheten viele Berufe gab, die ein fester Bestandteil seiner Religion und seines Rechts waren. Dazu gehörten Lehrer, Übersetzer, Ärzte, Grundstücksnotare, Minister, Botschafter, Bauleute, Wirtschaftsexperten, Zunftmeister, Schmiede und verschiedene andere Berufe.

Minister für religiöse Stiftungen: Armut ist unser größter Feind – und Entwicklung das einzige Heilmittel

In einer Rede im Namen des Premierministers auf der 36. Internationalen Konferenz des Obersten Rates für Islamische Angelegenheiten mit dem Titel „Berufe im Islam“ wurde weiter ausgeführt, dass dies das erreiche, wovon wir alle überzeugt sind: den Kampf gegen die Armut, wie es das edle islamische Recht garantiere. Dies stütze sich auf den Ausspruch: „O Allah, ich suche Zuflucht bei Dir vor Unglaube und Armut.“ Es wurde klargestellt, dass die Armut unser größter Feind sei und ihre einzige Heilung Entwicklung, Handwerk und Berufe seien. Damit werde das erreicht, was wir alle als Ziel des edlen islamischen Rechts verstünden: Wohlstand zu erlangen. Der wahre religiöse Diskurs rufe zur Schaffung von Wohlstand, ausreichenden Mitteln und Wohlergehen auf.

Es wurde hinzugefügt, dass sich bedeutende Gelehrte der Aufgabe gewidmet hätten, den Aspekt der Entwicklung in der prophetischen Führung zu dokumentieren. Das bedeutende und einzigartige Buch „Takhrij al-Dalalat al-Sam’iyyah ‚ala ma kana fi ‚ahd Rasul Allah min al-hiraf wa al-sana’i‘ wa al-‚amalat al-shar’iyyah“ wurde verfasst, das die Berufe in der Prophetenzeit nachzeichnet, um uns das Ausmaß der Fürsorge des Propheten für Handwerk und Berufe in seiner Zeit vor Augen zu führen. Es wurde hier vom Obersten Rat für Islamische Angelegenheiten des Ministeriums für religiöse Stiftungen veröffentlicht.

Die 36. Internationale Konferenz des Obersten Rates für Islamische Angelegenheiten wurde eröffnet. Sie soll am 19. und 20. dieses Monats in Kairo unter dem Titel „Berufe im Islam: Ihre Ethik, Wirkung und Zukunft im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ stattfinden.

Prophet

„Prophet“ bezieht sich höchstwahrscheinlich auf **die Prophetenmoschee (Al-Masjid an-Nabawi)** in Medina, Saudi-Arabien. Es ist die zweitheiligste Stätte des Islam, ursprünglich 622 n. Chr. vom Propheten Muhammad nach seiner Auswanderung aus Mekka erbaut. Die Moschee wurde im Laufe der Jahrhunderte erheblich erweitert und beherbergt heute sein Grab, was sie zu einem wichtigen Pilgerziel macht.

Ministerium für religiöse Stiftungen (Awqaf)

Das Ministerium für religiöse Stiftungen (oft *Awqaf* genannt) ist eine staatliche Behörde in vielen mehrheitlich muslimischen Ländern, die hauptsächlich für die Verwaltung religiöser Stiftungen (*Waqf*) zuständig ist. Historisch geht das *Waqf*-System auf die frühe islamische Zeit zurück und stellt dauerhafte wohltätige Mittel für Moscheen, Schulen, Krankenhäuser und öffentliche Wohlfahrt bereit. Heute überwachen solche Ministerien typischerweise religiöse Angelegenheiten, erhalten islamische Stätten und verwalten wohltätige Vermögenswerte im Einklang mit dem islamischen Recht.

Oberster Rat für Islamische Angelegenheiten

Der Oberste Rat für Islamische Angelegenheiten ist eine staatliche oder staatlich ernannte Institution in mehreren mehrheitlich muslimischen Ländern wie Ägypten und Malaysia. Seine Hauptaufgabe ist die Aufsicht und Regulierung islamischer Religionsangelegenheiten, einschließlich Moscheen, religiöser Bildung und der Erteilung von Fatwas (religiösen Rechtsgutachten). Historisch wurden solche Räte oft im 20. Jahrhundert im Zuge staatlicher Bemühungen gegründet, die religiöse Autorität zu zentralisieren und eine bestimmte, mit der nationalen Politik vereinbare Interpretation des Islam zu fördern.

Takhrij al-Dalalat al-Sam’iyyah…

Dies ist ein klassisches Werk des islamischen Rechts des Gelehrten Ibn Khaldun (14. Jh.). Es untersucht die verschiedenen Berufe, Handwerke und rechtmäßigen Handelsaktivitäten, die zur Zeit des Propheten Muhammad existierten. Der Text dient als wichtige historische und wirtschaftliche Quelle, die die soziale und berufliche Struktur der frühen islamischen Gesellschaft detailliert beschreibt.

36. Internationale Konferenz des Obersten Rates

Bei der 36. Internationalen Konferenz des Obersten Rates für Islamische Angelegenheiten handelt es sich nicht um einen Ort, sondern um eine bedeutende Veranstaltung. Es ist eine große Konferenz, die von Ägyptens Al-Azhar-Institution, einem der ältesten und renommiertesten Zentren islamischer Gelehrsamkeit, organisiert wird und sich typischerweise mit zeitgenössischen Fragen muslimischer Gemeinschaften weltweit befasst. Diese Konferenzen sind Teil der modernen Rolle von Al-Azhar bei der Förderung eines gemäßigten islamischen Diskurses und des interreligiösen Dialogs.

Kairo

Kairo ist die weitläufige Hauptstadt Ägyptens, gegründet 969 n. Chr. von der fatimidischen Dynastie in der Nähe antiker Stätten wie den Pyramiden von Gizeh. Es ist ein historisches Zentrum der islamischen Welt, berühmt für Wahrzeichen wie die mittelalterliche Zitadelle von Kairo und die Al-Azhar-Moschee und -Universität. Heute ist es eine lebendige, geschäftige Metropole, die ihr reiches pharaonisches, koptisches und islamisches Erbe mit modernem Stadtleben verbindet.