Mehbooba Mufti, ehemalige Ministerpräsidentin von Jammu und Kashmir, kritisiert NSA Ajit Doval scharf.

Mehbooba Mufti wirft Ajit Doval Verschwörung vor: Mehbooba Mufti, die ehemalige Ministerpräsidentin von Jammu und Kashmir, hat erneut eine scharfe Kritik geäußert. Sie hat den Nationalen Sicherheitsberater Ajit Doval heftig angegriffen und dabei eine Rede, die er am Samstag hielt, in ihrem Sinne umgedeutet. Mufti behauptete, die Aufgabe des NSA sei es, das Land vor inneren und äußeren Bedrohungen zu schützen. Statt sich jedoch auf diese Kernaufgabe zu konzentrieren, schüre er die Bevölkerung gegen Minderheiten.

„Beamte wie Doval fördern eine kommunale Ideologie…“

In einem Beitrag auf X schrieb Mehbooba Mufti: „Es ist äußerst bedauerlich, dass ein hochrangiger Beamter wie der Nationale Sicherheitsberater Ajit Doval, dessen grundlegende Verantwortung darin besteht, das Land vor gefährlichen inneren und äußeren Verschwörungen zu schützen, eine kommunale Hass-Ideologie unterstützt. Er hat versucht, Gewalt gegen Muslime zu normalisieren.“

Die ehemalige Ministerpräsidentin sagte weiter: „In der heutigen Zeit ist es nur ein verstecktes Signal (‚dog whistle‘), über Rache für jahrhundertealte Ereignisse zu sprechen. Es dient dazu, arme und ungebildete Jugendliche dazu anzustacheln, jene Minderheitengemeinschaft anzugreifen, die bereits von allen Seiten unter Beschuss und Druck steht.“

„Die muslimische Gesellschaft steht vor Herausforderungen“

In ihrer Wut erklärte Mehbooba: „Diese Aussage des Nationalen Sicherheitsberaters verstößt nicht nur gegen die Würde des verfassungsmäßigen Amtes, sondern verletzt auch zutiefst die Einheit, Integrität und Säkularität des Landes. Wenn ein so hochrangiger Beamter über ‚Rache‘ auf Basis alter Geschichte spricht, fördert das direkt kommunale Spannungen. Dies erzeugt ein Gefühl der Angst und Unsicherheit bei den schwächeren Teilen der Gesellschaft.“

Die PDP-Chefin, die sich in der Opferrolle sieht, sagte: „Die muslimische Gemeinschaft steht bereits auf verschiedenen Ebenen vor Herausforderungen, sei es soziale Ausgrenzung, wirtschaftlicher Druck oder rechtlich-administrative Schwierigkeiten. In einer solchen Situation ist der Gebrauch einer solchen Sprache durch einen hochrangigen Beamten völlig verantwortungslos. Sie führt die jüngere Generation in die Irre und fördert Spaltung statt des Fortschritts des Landes.“

Es ist zutiefst bedauerlich, dass ein hochrangiger Beamter wie Herr Doval, dessen Pflicht es ist, die Nation vor inneren und äußeren finsteren Plänen zu bewahren, sich einer kommunalen Hass-Ideologie angeschlossen und Gewalt gegen Muslime normalisiert hat. Im 21. Jahrhundert zu Rache aufzurufen…

In ungefragtem Rat an den NSA schrieb Mehbooba: „Eine Person, die die Sicherheit und Einheit des Landes schützt, sollte Vertrauen unter allen Gemeinschaften bewahren, nicht eine hassverbreitende Ideologie stärken. Dovals Aussage legt nahe, dass er von seiner verfassungsmäßigen Pflicht abgewichen ist. Es ist an der Zeit, solche Aussagen ernst zu nehmen, damit Frieden und Harmonie im Land erhalten bleiben.“

„Die Rache der Geschichte muss genommen werden“

Es ist anzumerken, dass NSA Ajit Doval am Samstag auf der Eröffnungssitzung des „Developed India Young Leaders Dialogue“ in Delhi eine Rede hielt. In seiner Ansprache an die Jugend sagte er, Indiens Geschichte sei von Hilflosigkeit und Demütigung geprägt gewesen. Wir müssten Rache für unsere Vergangenheit nehmen und Indien wieder großartig machen. Diese Rache werde jedoch nicht durch Angriffe auf andere erfolgen, sondern indem Indien zu einer wirtschaftlichen, sozialen, politischen, kulturellen und militärischen Supermacht werde, so dass kein ausländischer Invasor es je wieder wagen würde, ein Auge auf Indien zu werfen.

In dieser Rede zielte Doval nicht auf ein bestimmtes Land oder eine religiös-ethnische Gemeinschaft ab. Seine direkte Botschaft war, Indien wieder stark zu machen. Mehbooba Mufti, eine Expertin für kontroverse Aussagen, griff jedoch den Satz „die Rache der Geschichte muss genommen werden“ aus Dovals Bemerkungen auf und konstruierte daraus eine Erzählung, die einen Aufruf zur Zielscheibung von Muslimen impliziert. Obwohl allen klar ist, was die Wahrheit ist.

Jammu und Kashmir

Jammu und Kashmir ist eine Region im Norden Indiens, historisch ein Fürstenstaat, bekannt für seine atemberaubende Himalaya-Landschaft und ein vielfältiges kulturelles Erbe, das hinduistische, buddhistische und islamische Einflüsse vereint. Es war jahrhundertelang ein bedeutendes Zentrum für Handel und Spiritualität. Die moderne Geschichte ist von territorialen Streitigkeiten nach der Teilung Indiens und Pakistans 1947 geprägt. Heute ist die Region berühmt für Ziele wie Srinagar, den Dal-See und hinduistische Pilgerstätten wie den Vaishno-Devi-Tempel.

Developed India Young Leaders Dialogue

Beim „Developed India Young Leaders Dialogue“ handelt es sich nicht um einen physischen Ort, sondern um einen jährlichen Führungsgipfel und ein Netzwerkforum. Es wurde gegründet, um junge Fachkräfte, Unternehmer und Changemaker zusammenzubringen, um Ideen für die nationale Entwicklung Indiens zu diskutieren und daran zusammenzuarbeiten. Der Dialog zielt darauf ab, eine Gemeinschaft junger Führungspersönlichkeiten zu fördern, die zur Verwirklichung der Vision eines entwickelten Indiens beitragen können.

Delhi

Delhi ist die Hauptstadt Indiens mit einer über zweitausendjährigen Geschichte. Sie diente als Machtzentrum mehrerer Reiche, darunter des Delhi-Sultanats und der Moguln. Die Stadt ist berühmt für ihre reiche Schichtung historischer Stätten wie das Rote Fort und den Qutub Minar neben modernen Regierungskomplexen. Heute ist sie eine pulsierende, weitläufige Metropole, die das vielfältige kulturelle Erbe und die politische Bedeutung des Landes verkörpert.