Nguyen Thanh Nghi fordert spezifische Mechanismen für Ho-Chi-Minh-Stadt

Am Nachmittag des 9. Januar tagte eine Arbeitsdelegation der Zentralen Kommission für Politik und Strategie mit dem Ständigen Ausschuss des Stadtparteikomitees von Ho-Chi-Minh-Stadt. Thema war die Überprüfung der Umsetzung der Resolution 05 des Zentralkomitees der 12. Parteiversammlung im Rahmen eines Projekts zu strategischen Lösungen für eine neue Aufschwungphase Vietnams.

Ho-Chi-Minh-Stadt sieht sich weiterhin Herausforderungen bei der Investitionsattraktivität gegenüber

Die Sitzung leiteten der Vorsitzende der Zentralen Kommission für Politik und Strategie sowie der stellvertretende Sekretär des Stadtparteikomitees und Vorsitzende des Volkskomitees von Ho-Chi-Minh-Stadt.

Laut einem Bericht hat die Stadt nach fast zehn Jahren der Umsetzung der Resolution Nr. 05 viele wichtige und umfassende Ergebnisse erzielt. Dies habe zur sozioökonomischen Entwicklung beigetragen und die Erneuerung des Wachstumsmodells sowie die Wachstumsqualität der Stadt schrittweise verbessert.

Gleichzeitig stehe Ho-Chi-Minh-Stadt jedoch weiter vor großen Herausforderungen: Die Infrastruktur sei unvollständig, es mangele an hochqualifizierten Arbeitskräften, Umweltprobleme bestünden fort und die Wohlstandslücke sei nach wie vor groß.

Hinzu kämen Wettbewerbsnachteile bei der Investitionsattraktivität, die Anpassung an den Klimawandel, die Gewährleistung der Cybersicherheit und die Bewahrung der soziokulturellen Identität.

Vor diesem Hintergrund müsse die Stadt ihr Wachstumsmodell transformieren und die Wettbewerbsfähigkeit mit angemessenen, flexiblen und effektiven Lösungen stärken. Parallel dazu sei eine umfassende Neuordnung des Entwicklungsraums mit einer neuen Vision als internationale Megacity erforderlich, um ihre Vorreiter- und Vorbildrolle für das ganze Land zu erfüllen.

Fokus auf den Ausbau zu einem nationalen Dienstleistungszentrum

Ho-Chi-Minh-Stadt - Bild 2

In seinem Schlusswort würdigte der Vorsitzende der Zentralen Kommission für Politik und Strategie die wichtigen Ergebnisse der Stadt bei der Umsetzung der Resolution 05 und ihren großen Beitrag zum nationalen Wirtschaftswachstum.

Unter Bezugnahme auf die Vorteile und das Potenzial der Stadt forderte er Ho-Chi-Minh-Stadt auf, sich auf strategische Lösungen und die eigenen Projektvorschläge zu konzentrieren, um im Zeitraum 2026–2030 ein zweistelliges Wirtschaftswachstum zu erreichen.

Dazu müsse die Stadt drei strategische Durchbrüche weiterverfolgen: in Politik und Institutionen, im Infrastrukturausbau und in der Personalentwicklung. Besonders wichtig sei die endgültige Lösung langjähriger Schwierigkeiten und Hindernisse bei Projekten, Bauvorhaben und Landfragen, um schnell Entwicklungsressourcen freizusetzen.

Die Stadt müsse die Resolution 260 der Nationalversammlung zur Änderung und Ergänzung der Resolution Nr. 98 über Pilotmechanismen umsetzen. Er forderte Ho-Chi-Minh-Stadt auf, proaktiv neue, spezifische Mechanismen und Politiken zu implementieren, um einen Durchbruch im wissensbasierten, innovativen Wachstumsmodell zu erzielen. Dabei solle sie neue Wirtschaftsmodelle erfolgreich entwickeln, um neue Wachstumsimpulse zu schaffen.

Gleichzeitig müsse sie eine gute Stadtplanung und -verwaltung gewährleisten und die Stadt nach dem Transit-Oriented Development (TOD)-Modell entwickeln. Der neue Entwicklungsraum „ein Zentrum, drei Regionen, eine Sonderzone“ solle effektiv genutzt, neue Wachstumstreiber gefördert und die Dienstleistungsstärken ausgebaut werden.

Parallel dazu müsse Ho-Chi-Minh-Stadt die Umstrukturierung der Wirtschaftssektoren beschleunigen und sich darauf konzentrieren, zu einem großen Dienstleistungszentrum mit hochwertigen, modernen Dienstleistungsbranchen für das ganze Land und die Region zu werden.

Der Vorsitzende betonte auch den Aufbau der Freihandelszone Ho-Chi-Minh-Stadt, um Ressourcen zu mobilisieren, strategische Investoren anzuziehen und prioritäre Bereiche wie Finanzen, Handel, hochwertige Dienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung (F&E) zu fördern. Dies werde die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Stadt stärken.

Zudem gelte es, Wissenschaft, Technologie, Innovation und digitale Transformation voranzutreiben: Dazu gehöre der Bau großer Rechenzentren nach internationalen Standards sowie die Einrichtung von Wissenschafts- und Technologieparks, Forschungszentren und Laboren.